Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Gerald Burggraf

Schwechat: „Moderater Anstieg“. Ende Jänner waren knapp 2.600 Personen ohne Job. Steigende Zahlen bei Älteren (50+), sinkende bei Jugend (bis 25).

Mit Ende Jänner waren über 1.000 Personen aus der Region Schwechat länger als ein Jahr ohne Job.  |  NOEN, Gerald Burggraf

REGION | Insgesamt 2.599 Personen aus dem Teilbezirk Schwechat waren Ende Jänner arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Zahl der Jobsuchenden um 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat an, laut Arbeitsmarktservice (AMS) ein moderater Wert.

Zum Vergleich: Im gesamten vergangenen Jahr verzeichnete das AMS ein Plus von 13 Prozent im Jahresdurchschnitt. Weiterhin besonders von Arbeitslosigkeit betroffen ist die Generation 50+, eine Steigerung um 7,5 Prozent spricht eine klare Sprache. Erfreulich entwickelt sich im ersten Monat des neuen Jahres die Anzahl der jugendlichen Jobsuchenden bis 25 Jahre mit einem Minus von 9,4 Prozent.

Stellenangebot entwickelt sich erfreulich 

Trotz einzelner positiver Signale bleibt der Trend zur vermehrten Langzeitarbeitslosigkeit bestehen. „Auch wenn fast 50 Prozent der Arbeitsuchenden innerhalb eines halben Jahres wieder einen Job finden, steigt doch die Zahl jener Personen, deren Arbeitslosigkeit sich verfestigt“, so die AMS-Geschäftsstellenleiterin, Gabriele Fälbl. Ende Jänner waren im Bezirk 1.058 Personen länger als ein Jahr arbeitslos gemeldet.

„Um längere Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, setzen wir eine Reihe von Maßnahmen ein: Allen voran Lohnkostenzuschüsse, Beschäftigung bei sozialökonomischen Betrieben und Beratungseinrichtungen für diverse Problemlagen“, betont Fälbl. Allein im Teilbezirk Schwechat stehen 2016 für Lohnkostenzuschüsse 896.000 Euro zur Verfügung.

Erfreulich entwickelt sich hingegen das Stellenangebot in der Region. So waren Ende des vergangenen Monats 190 freie Jobs beim AMS gemeldet. Um 53,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Bei den Stellenangeboten sind aber vor allem die Bewegungszahlen aussagekräftig“, informiert Fälbl, „im Jänner sind 291 Stellenangebote zu- und 243 Stellenangebote abgegangen.“