Erstellt am 01. Oktober 2015, 06:32

von NÖN Redaktion

Platz für 800 neue Wohnungen in Stadt. Zwei Bauträgergesellschaften und drei gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften kauften das alte Brauereigelände.

Blick auf das nun verkaufte alte Gelände der Brauerei. Dort stand jener Teil, der für die Produktion nicht mehr benötigt worden war und 2011 abgerissen wurde. Der denkmalgeschützte barocke Pavillon bleibt.  |  NOEN, Andreas Fussi

Das alte Brauereigelände war bis jetzt im Besitz der Brau Union und umfasste ca. 7,5 Hektar Grund. Nachdem die Baufirmen Sedlak und Leiner insgesamt zwei Hektar erwarben – und zum Teil schon entsprechende Wohnbau-Projekte umsetzen – gingen jetzt auch die restlichen 5,5 Hektar an neue Besitzer: die fünf Bauträger WVG, Arthur Krupp, Aura, Atlas und NBG.

Deren Vertreter trafen nun zu einem ersten Gespräch auf der Gemeinde ein. Der ressortverantwortliche Stadtrat Simon Jahn von den Grünen berichtet: „Dabei wurde vereinbart, dass die Abstimmung bezüglich Infrastruktur und eines gewünschten Nutzungsmixes mit Geschäftslokalen, Praxen und Büros auf jeden Fall gemeinsam mit der Gemeinde erfolgen wird.“ Eine der Genossenschaften wird die Errichtung eines Kindergartens und einer Kinderkrippe übernehmen.

„Es entsteht ein neuer Stadtteil.
Da muss auf die Bedürfnisse der Menschen
Rücksicht genommen werden.“
Karin Baier

Für SPÖ-Bürgermeisterin Karin Baier steht fest, „dass auch ein Nahversorger errichtet werden muss.“ Schließlich werden auf den sechs neuen Baufeldern bis zu 800 Wohnungen errichtet. Baier: „Ich kann mir vorstellen, dass sich innovative Geschäftsleute so eine Gelegenheit nicht entgehen lassen.“ Jahn ergänzt: „Es entsteht ein neuer Stadtteil. Da muss auf die Bedürfnisse der Menschen Rücksicht genommen werden.“

Baubeginn für die ersten Wohnblocks ist voraussichtlich Anfang nächsten Jahres. Das Projekt soll dann in mehreren Abschnitten umgesetzt werden. Zwei der Bauträger werden frei finanzierte Wohnungen errichten. Derzeit befinde man sich in der Einreichplanung. Ein Baustart im Frühjahr gilt als wahrscheinlich. Drei Bauträger wollen geförderte Einheiten umsetzen. Deren Baustart ist daher von einer Förderzusage durch das Land NÖ abhängig. Die ersten Wohnbaufördersitzungen sind für Frühjahr 2016 anberaumt. Erst danach entscheide sich laut Stadtrat Jahn, wann diese Projekte gestartet werden.

„Schwechat wächst – und wir als politisch Verantwortliche werden dafür sorgen, dass dieses Wachstum ausgewogen und raumplanerisch verträglich vonstatten geht. Das Projekt auf dem ehemaligen Brauerei-Gelände hat das Zeug dazu, einen wichtigen Impuls für die Entwicklung unserer Stadt zu leisten“, fasst Jahn zusammen. „Wir haben den Eindruck, dass mit den Grundeigentümern und Bauträgern eine gedeihliche Zusammenarbeit möglich sein wird. Seitens der Stadtregierung werden wir alles tun, um unsere stadtplanerischen Vorstellungen mit den Genossenschaften abzustimmen und durchzusetzen“, erklärt er.