Schwechat

Erstellt am 23. September 2016, 05:16

von Gerald Burggraf

Schlechtes Wetter als Stimmungskiller. Freibad-Bilanz Fast 23.000 Besucher weniger als im Rekord-Sommer des Vorjahres. Halbtageskarten bleiben der Renner an der Kassa.

In den vergangenen Sommermonaten kamen rund 45.000 Besucher ins Schwechater Freibad. Ein Minus von etwa 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.  |  NOEN, Stadtgemeinde Schwechat

„So durchwachsen wie das Wetter waren auch die Besucherzahlen“, resümiert der für das Freizeitzentrum zuständige SP-Stadtrat Christian Habisohn. In den vergangenen Monaten verzeichnete das Freibad einen Gästerückgang von rund 35 Prozent. Zählte die Stadt im Rekord-Sommer 2015 noch etwa 68.000 Besucher, waren es heuer „nur“ knapp 45.000.

„Das Wetter ist eben nicht beeinflussbar“, gibt sich Habisohn pragmatisch. Allein bei den Karteneinnahmen entgingen der Gemeinde rund 60.000 Euro. Am Freibad selbst kommen nach einem schlechteren Jahr aber keine Zweifel auf. „Ich bin der Meinung, dass eine Stadt gewisse Freizeiteinrichtungen haben muss. Und das gehört auch dazu“, erläutert der Stadtrat.

Kleinsanierungen im Freibad

Doch abgesehen vom gesamten Negativ-Ergebnis der Kartenerlöse, gibt es auch Positives zu berichten. So waren die Tickets ab 13 Uhr erneut der große Renner im Sommer. Rund 24.000 Halbtagskarten bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen sowie Senioren (aber ohne Schulklassen, Lehrlinge etc.) wurden verkauft. Bei den Tageskarten waren es hingegen nur 14.000 Stück.

Für Habisohn ist der Trend, der bereits seit Jahren anhält, leicht zu erklären: „Die Leute müssen heute einfach nicht mehr um 10 Uhr im Bad sein.“ Das Interesse sei aber nach wie vor da. Heuer sei es eben wettertechnisch nicht gut gelaufen. Ähnliche Einbuße wie in Schwechat habe man auch in den Wiener Freibädern verzeichnet, weiß der SP-Mandatar.

Glücklich ist Habisohn zudem über die fast unfallfreie Saison. „Das ist unser oberstes Ziel“, unterstreicht er. Darüber hinaus habe es keine Vorfälle mit Flüchtlingen wie anderswo in NÖ gegeben. Mittlerweile wurde der Betrieb ins Hallenbad verlegt. Im Freibad werden nun übliche Kleinsanierungen durchgeführt, größer Investitionen sind keine vorgesehen.