Erstellt am 16. März 2016, 05:54

von Jutta Hahslinger

Schmuggler schluckte 41 Beutel mit Kokain. Für 1.000 Euro setzte Nigerianer sein Leben aufs Spiel und ließ sich als Bodypacker von skrupellosen Drogendealern anheuern.

Der 44-jährige Nigerianer Moses L. akzeptierte die 18-monatige Haftstrafe.  |  NOEN, Foto: Hahslinger

In Spanien habe er einen Landsmann namens „Johnson“ getroffen und ihm von seinen Geldsorgen erzählt. Daraufhin habe der ihm das Angebot gemacht, als Drogenkurier nach Wien zu fliegen, schildert Moses L. (44) vor Gericht.

Vor den Augen des Auftraggebers habe er 41 Behältnisse mit einem Gesamtgewicht von 398,4 Gramm (davon 225,2 Gramm Kokain in Reinsubstanz) schlucken müssen und dann sei es ab in den Flieger von Madrid über Zürich nach Wien gegangen. Nach den ersten Schritten auf niederösterreichischem Boden klickten für den Drogenkurier am Flughafen Wien-Schwechat aber auch schon die Handschellen.

„Ich war verzweifelt und ich brauchte dringend Geld“, erklärte L. seine Beweggründe vor dem Schöffensenat. „Sie haben für 1.000 Euro ihr Leben riskiert. Kein Beutel ist geplatzt. Sie hatten ein Riesenglück“, meinte Richterin Anna Wiesflecker und verhängte über den geständigen Moses L. wegen Drogenschmuggels eine 18-monatige Gefängnisstrafe – das Urteil ist rechtskräftig.