Schwechat

Erstellt am 14. Juli 2016, 09:15

von Gerald Burggraf

Sozialistische Jugend: Duo beerbt Gogola. Fünf Jahre war Michael Gogola Chef der Sozialistischen Jugend. Alexandra Hoeger und Daniel Krenmayer übernehmen.

Ein Selfie zum Abschied: Langzeit-SJ-Chef Michael Gogola mit seinen Nachfolgern Alexandra Hoeger und Daniel Krenmayer.
 
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Etwas wehmütig, aber auch mit einer gewissen Erleichterung gab Michael Gogola am Wochenende seinen Abschied an der Spitze der Sozialistischen Jugend (SJ) in Schwechat bekannt. Der 24-Jährige führte die Stadtorganisation seit fünf Jahren. Nun übernehmen seine bisherigen Stellvertreter Alexandra Hoeger (22) und Daniel Krenmayer (24).

„Die ersten Sitzungen ohne ihn werden sicher ungewohnt, er war als Vorsitzender immer sehr präsent – ich bin jedoch sehr gespannt, wie sich unsere Gruppe nun weiterentwickelt“, so Krenmayer. Co-Chefin Hoeger will die Qualität der Arbeit auf dem Level halten. „Es wird bestimmt eine Herausforderung werden, aber ich bin sicher, dass wir diese Herausforderung meistern“, erläutert sie.

Gogola, der der SJ als einfaches Mitglied in Schwechat und als stellvertretender Landesvorsitzender erhalten bleibt, wünscht dem Duo viel Erfolg auf dem weiteren Weg. Der Rücktritt des Sohnes von Altbürgermeister Reinhard Gogola (SP) ist in erster Linie auf seine berufliche Entwicklung zurückzuführen.

Einsatz für leistbare Wohnungen

Er hat soeben sein Jus-Studium beendet und steuert auf neue Herausforderungen zu. Wie diese genau aussehen werden, weiß er allerdings selbst auch noch nicht: „Im Moment freue ich mich über mein abgeschlossenes Studium und meine wiedergewonnene Freiheit. Ich bin selbst gespannt, wohin es mich letzten Endes zieht. Es sind auch für mich selbst spannende Zeiten.“

Rückblickend fällt seine Bilanz an der Spitze der SJ Schwechat „durchwegs positiv“ aus. „Mit einzelnen Kampagnen konnten wir sogar große Aufmerksamkeit auf uns ziehen. Der gemeinsame Einsatz für leistbare Wohnungen, für den Erhalt der Lehrwerkstätte in Schwechat oder im Rahmen von Wahlkämpfen war zum Teil wirklich beeindruckend, aber auch ein hartes Stück Arbeit“, erzählt er im NÖN-Gespräch. Besonders in Erinnerung bleiben ihm zudem die „unzähligen gemeinsamen Seminare und Partys im SJ-eigenen Camp am Attersee oder die vielen internationalen Treffen von Malta bis Ecuador“.

Gogola übergibt eine etwa 15 Personen zwischen 16 und 26 Jahren umfassende Ortsgruppe. „Schüler, Studenten, Lehrlinge, Arbeiter, Männer und Frauen – ein guter Mix“, unterstreicht er. Lob gibt es für seine Arbeit auch von SP-Seite. „Ich kenne Michael seit vielen Jahren und ich habe ihn in all den Jahren als prinzipienfesten Mitstreiter kennengelernt“, adelt ihn Stadtparteichef und Gogolas Vorgänger als SJ-Chef, David Stockinger.