Erstellt am 30. September 2015, 06:32

von NÖN Redaktion

SPÖ-Protest gegen Fazekas. Nach Wiedereinzug in Nationalrat fordert Junge Generation Schwechat Ausschluss von Hannes Fazekas aus der Partei. Auch Stadt-SPÖ zeigt sich mit Nachrückung unzufrieden.

Nach der Angelobung gratulierten die Abgeordneten (mit Ausnahmen) Hannes Fazekas zu seiner wiedergewonnenen Funktion.  |  NOEN, Screenshot ORF III

Vorigen Mittwoch wurde Hannes Fazekas als Nationalratsabgeordneter der SPÖ angelobt. Er nahm wie berichtet das frei gewordene Mandat des Abgeordneten Hubert Kuzdas an, der sich in die Privatwirtschaft verabschiedet hat. Fazekas‘ Entscheidung wurde vor allem von der Opposition, aber auch parteiintern kritisiert.

Die Junge Generation (JG) Schwechat fordert jetzt sogar offen den Parteiausschluss des ehemaligen Schwechater Bürgermeisters, solange die Ermittlungen gegen ihn nicht eingestellt werden oder er das Mandat nicht zurücklegt. „Erstens sollte sich jemand, der sich solche Untersuchungen gefallen lassen muss, nicht in der Politik aufhalten, solange diese nicht beendet sind. Zweitens haben die Schwechater bei der letzten Gemeinderatswahl in erster Linie den Kurs und die Fehlschritte des ehemaligen Bürgermeisters mit abgewählt. Drittens wirkt es für uns so, als ob dieses Mandat aus Eigennutzen angenommen wird und nicht, um primär ein gesellschaftliches Ziel zu verfolgen.“

„Aus moralischer und politischer Sicht
ist dieser Schritt fragwürdig, da aus der
Schwechater Vergangenheit noch viele Fragen offen sind.“

Auch die SPÖ Schwechat spricht sich gegen den Einzug von Fazekas aus. In einem Statement am Freitag heißt es: „Aus moralischer und politischer Sicht ist dieser Schritt fragwürdig, da aus der Schwechater Vergangenheit noch viele Fragen offen sind.“ Besser wäre es gewesen, Fazekas würde abwarten, bis diese geklärt sind. „Um zu verhindern, dass dieser Schritt die alte Politikverdrossenheit in unserer Stadt wieder aufleben lässt, geht das neue Team rund um unsere Bürgermeisterin Karin Baier unbeirrt den eingeschlagenen neuen Weg weiter!“

Fazekas selbst will die Kritik nicht kommentieren.