Erstellt am 25. Februar 2016, 05:24

von Gerald Burggraf

Übergangslösung für Jugendarbeit fixiert. Die Römerland-Jugendberater bieten im Barbereich von SOPS und im Üdüwüdüü regelmäßige Treffpunkt an.

Thomas Tatosa und sein Team sind derzeit dabei, die Jugendlichen kennenzulernen.  |  NOEN, Foto: Burggraf

Kleiner und größere Probleme mit Jugendlichen im Culinarium sorgten nicht nur bei den vier Wirten für Aufregung, sondern auch in der Stadtpolitik. Die FPÖ prangerte massiv die fehlende Jugendarbeit an und auch die Opposition zeigte sich über den in der Vergangenheit eingeschlagenen Weg unzufrieden (die NÖN berichtete).

Mit der Neuinstallation der Jugendcoaches im letzten Jahr setzte die rot-grüne Regierung einen ersten Impuls. Dieser trägt nun auch bereits Früchte. Denn die jugendtrefflose Zeit der Schwechater Jugendlichen hat ein Ende – zumindest für den Moment.

In den kommenden zwei Monaten öffnen die BHW-Jugendberater des Römerland Carnuntum rund um Thomas Tatosa am Dienstag und Mittwoch von 16.30 bis 19 Uhr die Räumlichkeiten des SOPS sowie am Freitag von 16 bis 20 Uhr das Üdüwüdüü für die Jugend. „Es werden immer zwei Leute von uns vor Ort sein“, erläutert Tatosa.

Langfristig fixer Standort mit Regelbetrieb

Gerade weil die Örtlichkeiten nur vorübergehend zur Verfügung gestellt werden, gelten strenge Regeln. „Rauchen und Alkohol sind verboten“, berichtet der Jugendberater-Chef. Bei Verstößen werden die Jugendlichen einmal verwarnt und können bei einer Wiederholung des Gebäudes verwiesen werden. Aber nur von dort: „Wir sind keine Hilfspolizei und nicht befugt Leute, etwa aus dem Park, zu verweisen“, unterstreicht Tatosa.

Das große Ziel ist es, langfristig einen fixen Standort mit einem täglichen Regelbetrieb von 16 bis 20 Uhr zustande zu bringen. Darauf wird gemeinsam mit den Jugendlichen hingearbeitet. „Wir müssen aber zwei Jahre aufholen. Derzeit konzentrieren wir und auf die Beziehungsarbeit mit den Jugendlichen“, erläutert er.

Erfreut über die raschen Fortschritte zeigt sich auch Jugend-Stadträtin Ljiljana Markovic (Grüne): „Mich persönlich freut es, nun konkrete Schritte verlautbaren zu können, die einen gemeinsamen Weg zu einer neuen Schwechater Jugendkultur ebnen sollen.“ Einmal mehr zeige sich, dass konstruktive Lösungen gefunden werden können, wenn alle „verantwortungsbewussten Kräfte das Gespräch miteinander suchen“. Sie hofft nun, dass es in diesem Tempo weitergehe.