Erstellt am 13. November 2015, 05:03

von Gerald Burggraf

Würstelstand: Der Standort ist nun fix. Die ersten beiden Varianten am Hauptplatz stießen auf Widerstand. Betreiber wollen noch heuer starten.

Der Würstelstand von Michaela und Harald Koder wird nun definitiv vor der Musikschule realisiert. Das Warten hat also bald ein Ende.  |  NOEN, Foto: Burggraf

Trotz leichter Verzögerungen lassen sich Michaela und Harald Koder nicht von ihrem Weg abbringen. Bereits seit Ende September wollte das Paar starten. Dennoch werden sie noch heuer einen Würstelstand am Schwechater Hauptplatz eröffnen, wie Harald Koder auf NÖN-Anfrage betont.

Gespießt hat es sich bis zuletzt am Standort. Ursprünglich war der Imbissstand vor dem neuen Wohngebäude der „Gewog“ sowie dem Juwelier „Uhren-Engel“ von Thomas Woller geplant. Beide Nachbarn sollen nicht sehr erfreut gewesen sein.

So plant die Genossenschaft, unmittelbar an dieser Stelle einen Gastro-Betrieb anzusiedeln. Woller gibt sich im Gespräch mit der NÖN zwar zustimmend, schränkt dann aber doch ein: „Wenn es vor einer Auslage gestanden wäre, dann hätte ich schon etwas dagegen gehabt.“

Ergebnis in einer finalen Bauverhandlung

In der zweiten Variante wurde der Würstelstand Richtung Kirche verlegt. Doch auch dort gab es Bedenken. Denn die Pfarre sah durch den Würstelstand das barocke Ensemble aus Kirche und Nebengebäuden verdeckt. „Der Blick wäre verstellt gewesen und das wäre schade. Ich freue mich aber auf den Würstelstand, denn abgesehen vom guten Essen wird er für eine Belebung des Stadtkerns sorgen“, erläutert Pfarrer Werner Pirkner.

In einer finalen Bauverhandlung konnte nun doch ein Ergebnis erzielt werden. Der Imbiss rückt noch weiter stadtauswärts und wird nun vor der Musikschule errichtet. „Aufgrund der unter dem Hauptplatz verlaufenden Leitungen gibt es leider nicht viele mögliche Standorte. Dieser ist der Einzige, der übrig geblieben ist“, so VP-Wirtschaftsstadrat Lukas Szikora. In der Musikschule steht man dem Imbiss positiv gegenüber. „Jedoch sollte er nicht direkt vor unseren Fenstern oder direkt daneben stehen. Denn unsere Unterrichtszimmer befinden sich im Erdgeschoß“, erklärt Direktor Albert Sykora.

Die künftigen Betreiber sind mit dem gewählten Platz ebenfalls zufrieden. „Wir geben in den nächsten Wochen die Aufschließung in Auftrag. Wenn das Wetter mitspielt, dann wollen wir in der zweiten Dezemberhälfte eröffnen“, gibt sich Koder optimistisch.