Erstellt am 06. Mai 2016, 05:04

von Jutta Hahslinger

Sechs Jahre Gefängnis für Kinderschänder. Bis zuletzt leugnete 50-jähriger Hausmeister, drei unmündige Kinder missbraucht zu haben. Der Schöffensenat glaubte ihm nicht.

Der Hausmeister (50) leugnete jeglichen sexuellen Übergriff an den Kindern.  |  NOEN, Jutta Hahslinger

Nach den traumatischen Erlebnissen mit dem "guten Nachbarsonkel" blieb den drei missbrauchten Kindern, zwei Mädchen (im Alter von acht und zwölf Jahren) und einem heute 13-jährigen Buben, im Prozess gegen den Sexunhold nichts erspart: Der Angeklagte, der wie die Mutter der Kinder Hausmeister in einer Wohnanlage in Fischamend war und als guter Freund der Familie oft die Aufsicht der Kinder übernommen hat, leugnete jegliche Missbrauchshandlungen.

„Alles Lügen, die Kindsmutter steckt dahinter“, behauptete er und dessen Rechtsbeistand stellte die Aussagefähigkeit und Glaubwürdigkeit der Kinder infrage. Für den Schöffensenat (Vorsitz Richter Franz Furtner) war es daher im Beweisverfahren erforderlich, die Aussagen der Kinder erneut zu überprüfen. Die Opfer mussten weitere Befragungen über sich ergehen lassen. Die psychologischen Gutachten ergaben dann, dass die Aussagen der Kinder glaubhaft sind.

Hausmeister beteuert Intrige

Der Hausmeister bestritt aber bis zuletzt die Vorwürfe und beteuerte eine Intrige gegen ihn.

Nach einem umfangreichen Beweisverfahren befand der Schöffensenat den mehrfach vorbestraften 50-Jährigen für schuldig und verhängte über ihn eine sechsjährige Gefängnisstrafe. Nicht rechtskräftig.