Erstellt am 24. März 2016, 05:14

von Otto Havelka

Sechzig Container, nur die Flüchtlinge fehlen. Diese Woche werden sechzig Container für achtzig Asylwerber aufgestellt. Es sollen (vorerst) aber nur dreißig kommen.

Auf dem Areal Lagerstraße 1 werden diese Woche 60 Container für Flüchtlinge installiert.  |  NOEN, Foto: Havelka
Wie der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck, am Montag gegenüber der NÖN bestätigte, rollen diese Woche sechzig Container für Asylwerber auf dem Heeresareal Lagerstraße 1 an – 40 Wohncontainer für insgesamt 80 Bewohner plus 20 Sanitärcontainer. Kostenpunkt für das Flüchtlingsquartier, das auf ein halbes Jahr beschränkt sein soll (die NÖN berichtete): Rund 600.000 Euro.

Von den 80 Quartierplätzen hat das Innenministerium laut Grundböck aber „vorerst nur dreißig im Visier.“ Die Belegung der restlichen Plätze sei abhängig vom Land Burgenland.
Dort steht man jetzt vor einem Luxusproblem. Laut SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker war ursprünglich geplant, die 30 Asylwerber aus dem Schloss Königshof und 20 aus dem Quartier in der Schöberlgasse ins Containerdorf zu übersiedeln.

Befristung des Quartiers auf ein halbes Jahr

Doch die Quartiergeber Sabine Schöller-Lamberty (Königshof) und Peter Göschl (Schöberlgasse) wollen die Flüchtlinge selbst weiter betreuen. Das bringt pro Monat knapp 350 Euro Betreuungsgeld pro Flüchtling (das allerdings versteuert werden muss und mit dem die Kosten von Strom bis Klopapier abgedeckt werden müssen).

Ortschef Dreiszker signalisiert bereits Bereitschaft, „ein paar Flüchtlinge mehr“ aufzunehmen. Keinen Kompromiss gebe es aber bei der Befristung des Quartiers auf ein halbes Jahr. Dann müssten die Container wieder weg. Die Gemeinde spitzt selbst auf das Heeresgrundstück, um Platz für eine Erweiterung des Bauhofs zu haben.