Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:08

von NÖN Redaktion

Serien-Einbrecher aus Schwechat gefasst. 19-jähriger Schwechater schlug mehr als 60 Mal zu. Jedes Mal waren es Kellerabteile. Jedes Mal bei den eigenen Nachbarn. Durch Zufall kam ihm Polizei auf Schliche.

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An einen ähnlichen Fall mit ähnlicher Dimension und Dreistigkeit können sich Schwechats Ermittler nicht erinnern. Nach umfangreichen kriminalistischen Erhebungen und detaillierten Einvernahmen ist es der Schwechater Kriminaldienstgruppe gelungen, einen 19-Jährigen auszuforschen. Der gebürtige Slowake legte bereits ein Geständnis ab und wurde festgenommen. Doch bis der Fall geklärt werden konnte, hatte es eine Weile gedauert. Der Zufall war es, der letztlich Licht ins Dunkel gebracht hatte.

Zu den Einbruchsdiebstählen war es kontinuierlich seit September bis Anfang November dieses Jahres gekommen. Mehr als 60 Mal war in diverse Kellerabteile in der Mappesgasse eingebrochen worden, einzelne Kellerabteile gleich bis zu vier Mal. Daraus entwendet wurden diverses Werkzeug, aber auch gelagerte Elektrogeräte, Kleidungsstücke und andere Gegenstände (die NÖN berichtete mehrmals).

Vonseiten der Polizei suchte man über Wochen fieberhaft nach dem oder den Tätern. Bis die ganze Angelegenheit eine rasche Lösung nahm. Als man nämlich zufällig beim Vorbeigehen Diebesgut ausgerechnet im Kellerabteil des Verdächtigen wahrgenommen hatte, schrillten bei den Beamten der Schwechater Polizei die Alarmglocken. Und so stellte sich heraus, dass ein Bewohner desselben Hauses der heißgesuchte Kriminelle war.

19-Jähriger zog sogar  Unschuldigen mit hinein

Doch all dem noch nicht genug, zog der Schwechater kurzerhand einen Bekannten aus Wien in die Sache hinein, als man ihn mit der Sachlage konfrontiert hatte. Er gab an, dass dieser vorwiegend an der Straftat beteiligt und er selbst nur ein Mitläufer gewesen sei. Somit war für kurze Zeit auch dieser angegebene Freund des Beschuldigten im Kreis der Verdächtigen.

Letztlich konnte aber die Unschuld des Wieners nachgewiesen werden. „Besonders dreist war diese Beschuldigung deshalb, weil dieser Bekannte des Festgenommenen bereits vorbestraft ist und die ganze Sache im Falle einer Verhandlung dann natürlich für ihn negative Auswirkungen gehabt hätte bei der Strafbemessung des Gerichts“, so einer der Ermittler.

Der 19-jährige Schwechater sitzt nun in Korneuburg in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls.