Erstellt am 06. Januar 2016, 05:53

von Raimund Novak

„Silvester-Gang“ sprengte Mistkübel. In der Silvesternacht haben Jugendliche diverse Schauplätze verwüstet und Sachbeschädigungen begangen.

Gani Rexhaj und Bürgermeister Jürgen Maschl machten sich selbst ein Bild von den Verwüstungen im Ort, über die sich etliche Bürger beschwerten.  |  NOEN, Foto: privat
Es war SP-Gemeinderat und Bauhofmitarbeiter Gani Rexhaj, der in der Silvesternacht telefonisch informiert wurde, dass sich nahe der Bruckerstraße Jugendliche „austoben“ würden und einen Mistkübel gesprengt hätten. Nachdem er sich selbst davon überzeugen wollte, entdeckte er auf der Straße bis zu sechs Jugendliche, die er zur Rede stellte. „Sie gaben zu Knaller gezündet zu haben und sind dann weitergezogen. Sie waren sehr jung, und ich war mir sicher, dass es illegale Kracher waren. Ich habe dann die Polizei verständigt“, so Rexhaj im NÖN-Gespräch.

SP-Bürgermeister Jürgen Maschl spricht von einer Spur der Verwüstung. „Insgesamt wurden drei Mistkübel gesprengt und die Vorplätze des Kulturhauses Dr‘s Garten, des neuen Feuerwehrhauses und der Hauptschule verwüstet“, berichtet Maschl von Unmengen zerbrochener Flaschen und großen Müllansammlungen.

Verstöße gegen Pyrotechnikgesetz 

Laut seiner Einschätzung könnten bis zu 20 Jugendliche, etliche auch aus umliegenden Gemeinden wie Gramatneusiedl, für diese Beschädigungen verantwortlich sein. „Sie treiben schon seit Monaten ihr Unwesen“, erinnert sich Maschl an den Einbruch in das neue Feuerwehrhaus, wo die Täter womöglich sogar eine Party gefeiert haben (die NÖN berichtete).

Die Silversternacht brachte das Fass nun zum Überlaufen. „Wir sind bis heute mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Diese mutwilligen Aktionen sind nicht normal. Vielleicht müssen wir künftig eine Security beauftragen, um die Hotspots zu sichern, aber das wäre wieder mit Kosten verbunden.“

Die Polizei erwischte in der Silvesternacht zwar einige Jugendliche in der Bruckerstraße, aber: „Ob es einen Zusammenhang mit den gesprengten Mistkübeln gab, konnte vor Ort nicht festgestellt werden. Allerdings wurden die Jugendlichen aufgrund ihres jungen Alters wegen Verstoßes gegen das Pyrotechnikgesetz angezeigt“, bestätigt Fischamends Revierinspektor Jürgen Tassatti auf Anfrage der NÖN.