Erstellt am 23. Oktober 2015, 05:52

von Raimund Novak

"Sogar meine Enkel waren im Hallenbad". Kleinneusiedls Bürgermeister Leopold Winkler würde eine Sanierung des Schwadorfer Hallenbads begrüßen.

 |  NOEN, zVg

Die Situation rund um das beschädigte Hallenbad sorgt nicht nur in Schwadorf für Aufregung , auch in den umliegenden Gemeinden liegt den Bürgern die Zukunft des Gebäudes am Herzen.

Deutliches Zeichen soll gesetzt werden

In Kleinneusiedl soll ein Grundsatzbeschluss für eine Sanierung ein deutliches Zeichen setzen. „Meine Kinder und sogar meine Enkelkinder haben in diesem Hallenbad das Schwimmen erlernt“, denkt SP-Bürgermeister Leopold Winkler wie viele andere Bürger im Bezirk (siehe Leserbrief rechts).

Geschätzte zwei Millionen Euro für eine komplette Sanierung (inklusive Turnsaal) sind ein großer finanzieller Brocken für die vier Schulgemeinden, die ihren Beitrag dazu leisten müssen. „Der Bau eines zweiten Turnsaals wäre teurer als eine Sanierung“, meint Winkler, der eine Erhöhung des Schulerhaltungsbeitrages erwartet. „Wir zahlen derzeit jährlich 3.000 Euro pro Schüler. Ich schätze es werden jetzt 500 Euro dazukommen.“ Derzeit besuchen rund 20 Kinder aus Kleinneusiedl die Schule in Schwadorf.

„Einfach zu sagen, so machen wir es, geht nicht."

Rauchenwarths VP-Bürgermeister Ernst Schüller betont, dass weitere Varianten, wie Turnsaalausbau, in Betracht gezogen werden müssen. „Einfach zu sagen, so machen wir es, geht nicht. Wir müssen uns alles noch im Detail ansehen, so ist es auch mit Bürgermeister Jürgen Maschl abgesprochen.“ Enzersdorfs VP-Bürgermeister Markus Plöchl wollte dazu noch keine Stellungnahme abgeben, nur so viel: „Wir müssen die Sachlage noch intern besprechen.“

Mehrheit für Sanierung. Das Thema Hallenbad schlägt nicht nur in der Gemeinde Schwadorf Wogen, im ganzen Bezirk wird über die Zukunft des Gebäudes diskutiert. Viele NÖN-Leser nutzten die Gelegenheit online auf www.noen.at ihre Meinung kundzutun. Bei der Frage „Sanieren, neu bauen oder abreißen?“, entschieden sich 54% für eine Sanierung, 30% für einen Neubau und 16% für einen Abriss des Hallenbades.