Erstellt am 05. November 2015, 05:57

von Gerald Burggraf

Speditionsriese zieht am Flughafen ein. „Kühne + Nagel“ übersiedelt von Wien-Simmering auf den Wiener Airport.

Unmittelbar hinter dem Tower wird „Kühne + Nagel“ im Gebäude 645 die Österreich-Zentrale einrichten.  |  NOEN, Burggraf/Flughafen/Kühne+Nagel

Einen prestigträchtigen Neuzugang kann der Flughafen Wien-Schwechat für das große Ziel „Airport City“ verbuchen. Die Österreichfiliale des Schweizer Logistikkonzerns „Kühne + Nagel“ verlegt ihren Sitz von der Warneckestraße im 11. Wiener Gemeindebezirk auf das Flughafengelände.

Mit Anfang Dezember werden rund 120 Beschäftigte auf drei Büroebenen und rund 1.900 m2 im Gebäude 645 direkt hinter dem Tower eine neue Arbeitsstätte vorfinden. „Der neue Standort am Flughafen Wien ist aufgrund der modernen Infrastruktur, seiner Nähe zu Wien und weiteren Anbindungen in osteuropäische Nachbarländer der optimale Standort“, sagt Franz Braunsberger, Österreich-Geschäftsführer bei „Kühne + Nagel“.

Ursprünglich war geplant, Zentrale und Logistikzentrum in den Flughafen-Anrainerort Margarethen am Moos zu verlegen. Doch das Aus der Götzendorfer Spange und die damit in Schwebe liegende Verlegung der Bundesstraße B60 inklusive neuer Zufahrt ins Margarethner Industriegebiet machten das Vorhaben zunichte.
Der Umschlagbereich des Speditionsriesen ist daher seit Mai dieses Jahres auf über 5.000 m2 in Hagenbrunn (Bez. Korneuburg) angesiedelt. Dort sind 60 Angestellte beschäftigt. Ein Teil der Lagertätigkeit wird zudem in Wien-Simmering bleiben, ein Ausbau dieser am Flughafen ist übrigens kein Thema.

Ich hoffe, dass es nach dem Motto ‚Wo bereits eine
Taube sitzt, werden weitere folgen‘ weitergehen wird.“
Flughafen-Vorstand Günther Ofner

Der Airport ist jedenfalls erfreut, dass man mit dem international tätigen Unternehmen einen neuen Standortpartner gewinnen konnte. „Mit ‚Kühne + Nagel‘ wächst die Airport City. Das ist ein weiterer Erfolg für den Wirtschafts- und Jobmotor Flughafen“, betont Vorstandsdirektor Günther Ofner und spricht sogar von einem Renommée für den Schwechater Airport. Zudem sei die neue Zentrale des Logistikers ein Signal an die Branche.

„Ich hoffe, dass es nach dem Motto ‚Wo bereits eine Taube sitzt, werden weitere folgen‘ weitergehen wird. Zudem ist es ein Signal, dass wir auf Logistik setzen, die auch ein Teil der Airport-City-Strategie ist“, erklärt er im Gespräch mit der NÖN.

Denn laut Ofner sei klar, dass die Fracht eine zunehmende Bedeutung im internationalen Geschäft spielt. „Immer mehr Leute kaufen im Internet und lassen sich ihre Waren schicken“, betont er.
Am Flughafen sei man jedenfalls mit der Zukunftsstrategie bestrebt, ein breites Portfolio auf die Beine zu stellen.