Erstellt am 11. Mai 2016, 05:24

von Gerald Burggraf

Stadt begibt sich auf Suche nach Lecks. Im Wassernetz der Stadtgemeinde versickern unzählige Liter im Boden. Geräuschpegelmessung soll Schwachstellen finden.

Die Firma Setec aus Klagenfurt nimmt die Messungen im Rahmen des Pilotprojekts in Rannersdorf vor.  |  NOEN, Foto: privat

Wie viele Liter Wasser unbemerkt im Boden versickern, kann nur schwer beziffert werden. Klar ist allerdings, dass es eine nicht unerhebliche Menge ist, wie die zuständige Stadträtin Andrea Kaiser (FP) gegenüber der NÖN bestätigt: „Leider fällt auch nicht auf, wo es genau passiert.“

Die Verluste verursachen jedoch hohe Kosten und führen dadurch auch zu erhöhten Betriebskosten des Wasserleitungsnetzes – etwa durch mehr Energieverbrauch, ein erhöhtes Volumen bei der Aufbereitung oder einer notwendigen Desinfektion.

Grabungsarbeiten bringen hohe Kosten.

Vor diesem Hintergrund wurde in den vergangenen zwei Wochen ein Pilotprojekt in Rannersdorf durchgeführt. Dabei nahm eine Firma Geräuschpegelmessungen vor. Nun wird ausgewertet. Das Ergebnis soll zeigen, wo sich die Schwachstellen des rund 13 Kilometer langen Rannersdorfer Leitungsnetzes befinden.

Nicht zuletzt sollen dadurch auch künftig Wasserrohrbrüche verhindert werden. „Das ist immer wieder vorgekommen“, weiß Kaiser. Und die Beseitigung eines derartigen Schadens ist teuer. So verursachen allein die Grabungsarbeiten immense Kosten. Es gibt zwar immer wieder Befahrungen des Kanal- und Wasserleitungsnetzes, doch liegen hier oft mehrere Jahre dazwischen.

Das Projekt in Rannersdorf soll letztlich auch dazu beitragen, einen Kataster für Kanal und Wasserversorgung zu erstellen. „Eine Kanalbefahrung gab es in Rannersdorf erst vor zwei Jahren, da haben wir gute Daten aufliegen“, erläutert dazu Baustadtrat Simon Jahn (Grüne). Am Ende soll das gesamte Netz auf Vordermann gebracht werden und in einem Kataster festgehalten werden. Diesen Plan geht die Stadtregierung nun Schritt für Schritt an, betont Jahn.