Erstellt am 24. Oktober 2015, 05:52

von Gerald Burggraf

Städtepartnerschaft : Vertrag unterzeichnet. Kleine Delegation reiste für ersten Schritt der "Verbrüderung" nach Stara Pazova. Serbischer Gegenbesuch geplant.

Die Gemeindepartnerschaft wurde im Rahmen einer Messe unterzeichnet. Das serbische Medieninteresse war jedenfalls groß. Im Bild: Bürgermeister Fritz Blasnek (2.v.l.) mit Vertretern aus Stara Pazova.  |  NOEN, zVg

Im Juli beschloss der Gemeinderat eine Städtepartnerschaft mit Stara Pazova. Ursprünglich hätte es bereits wenige Tage später einen ersten Besuch in Serbien geben sollen, doch der Termin zerschlug sich.

Eindrücke vom neuen "Bruder" wurden gesammelt

Kürzlich reiste nun doch eine kleine Delegation bestehend aus Ortschef Fritz Blasnek mit Gattin, Partnerschafts-Koordinator Jörg Kather sowie den Gemeinderäten Wilhelm Anderle (alle ÖVP) und Marianne Halbauer (Bürgerliste) in den Süden. Im Rahmen der jährliche stattfindenden Regionalmesse wurden auch die ersten beiden Exemplare des Partnerschaftsprotokolls von den Bürgermeistern unterzeichnet. Während des Aufenthalts in Stara Pazova konnte die Leopoldsdorf Abordnung auch schon ein paar Eindrücke vom neuen „Bruder“ mitnehmen.

„Der nächste Schritt ist der Gegenbesuch einer serbischen Delegation, voraussichtlich im Dezember“, erläutert Koordinator Kather. Dann soll im Schloss je eine serbische und eine deutsche Version der Partnerschaftsvereinbarung unterschrieben werden. Darauf freut sich auch Bürgermeister Blasnek: „Wir wollen ihnen nicht nur Leopoldsdorf, sondern auch Wien zeigen. Immerhin liegt Stara Pazova ebenso an der Donau und man überlegt dort wassertechnische Maßnahmen zu setzen.“ Zudem will er den Dorferneuerungsverein ins Boot holen, um eine breitere Basis aufzubauen.

Für den Ortschef würden sich dank der Reise auch schon die ein oder andere Gemeinsamkeit gezeigt haben. Wobei die Unterschiede ebenfalls nicht zu übersehen sind. Alleine in den kommunalen Standards müsse Serbien noch aufholen. „Sie sind eben noch kein EU-Land. Die Region Stara Pazova entwickelt sich, sie haben etwa eine Arbeitslosenrate von nur fünf Prozent“, erläutert Blasnek.