Erstellt am 02. Dezember 2015, 01:08

von Nicole Nestler und Andreas Fussi

Sturmschäden: 18 Einsätze in Himberg. Sturm brauste auch durch die Region. Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Teilweise Verzögerungen im Flugverkehr.

Schock bei Familie Perat in Gramat: Ihr Haus wurde innerhalb Sekunden zerstört –teilweise sind Holzstücke durch die Wände durchgebrochen.  |  NOEN, Zvg

In der Nacht auf Montag wütete ein Sturm mit Böen von bis zu 120 km/h über weite Teile Niederösterreichs. Auch die Feuerwehren im Teilbezirk Schwechat wurden durch zahlreiche Einsätze auf Trab gehalten.

Besonders betroffen war Himberg. Hier mussten die Florianis 18 Mal für die Bevölkerung ausrücken, 20 Mann standen neun Stunden durchgängig im Einsatz. „Besonders arbeitsintensiv war der Sturmschaden an einem Einfamilienhaus am Tannhäuserring, wo ein komplettes Dach mit Dachunterkonstruktion vollständig abgedeckt wurde. Lose Blechteile, Baumaterialen und Trümmer mussten gesichert werden. Unterstützt wurden wir mit dem Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr Schwechat“, heißt es vonseiten der Feuerwehr Himberg.

x  |  NOEN, Foto: FF Himberg

Ähnliche Szenen in Gramatneusiedl. Hier wurde ein Dach vom Wind abgerissen, welches ein anderes Haus beschädigte. Teilweise waren Holzstücke durch die Wände gebrochen. Die Leopoldsdorfer Feuerwehr verzeichnete vier Einsätze. Letzterer betraf sogar das Feuerwehrhaus selbst: Blechpaneele wurden vom Flachdach gelöst. Die losen Teile wurden entfernt.

Ruhiger verlief der Montag in Schwechat. Lediglich kleinere Einsätze, wie ein herabgerissener Grünblinkpfeil einer Ampelanlage in der Sendnergasse oder eine verwehte Poolabdeckung galt es zu erledigen. Sieben Einsätze gab es in Lanzendorf – ein Baum stürzte auf ein Gartenhaus, Sicherungsarbeiten an Dächern und ein umgewehter Baustellenzaun galt es für die Feuerwehr zu bewältigen.

x  |  NOEN, Foto: FF Mannswörth

Am Flughafen kam es vereinzelt zu Verzögerungen im Flugverkehr und bei der Abfertigung der Passagiere und des Gepäcks. Eine Gefahr für die Maschinen bestand durch den starken Seitenwind. Unangenehm verlief der Montag für 300 Passagiere aus Peking. Rund eine Stunde durften die Leute nicht aussteigen, da die Fluggastbrücke durch den Sturm nicht angebracht werden konnte. Das Flugzeug schaukelte wie ein Schiff auf hoher See, vielen Passagieren wurde schlecht…