Erstellt am 05. Dezember 2015, 11:38

von Jutta Hahslinger

Verlassener Exfreund sah rot. "Als ich das neue Pärchenglück sah, sind bei mir die Sicherungen durchgebrannt", gesteht er.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Dass seine Ex-Gefährtin (22) schon vier Wochen nach der Trennung ein neues Glück gefunden hat, verkraftete ein 28-Jähriger aus dem Bezirk Schwechat nicht. Als er dem frisch verliebten Paar in Fischamend begegnete, brachte ihn der Anblick zum Rasen: Er stürmte auf den Rivalen zu, versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht und nahm ihn dann in den Schwitzkasten.

Verzweifelt versuchte die 22-Jährige, ihrem neuen Herzblatt zu helfen und aus den Fängen des Ex-Gefährten zu befreien. Dabei rammte ihr der Ex-Gefährte einen Ellbogen in den Bauch. Die verhängnisvolle Folge: Die Schwangere verlor ihr Baby.

Der Festnahme widersetzt

Der 28-Jährige ließ sich auch durch einen alarmierten Polizisten nicht beruhigen. „Hau di über die Häuser. Es ist mir egal, die Polizei wird mich nicht abhalten, wenn ich einen Doppelmord begehe“, schrie er dem Gesetzeshüter entgegen. Mit Fußtritten und Schlägen widersetzte er sich dann der Festnahme.

Er habe sich von seiner Ex-Freundin ausgenutzt gefühlt. Erst habe er ihr die Wohnung renoviert und als Dank habe sie ihn betrogen und dann abserviert, schilderte der 28-Jährige seine damalige Gemütslage. „Als ich das neue Pärchenglück sah, sind bei mir die Sicherungen durchgebrannt“, gestand er ein.

Für den bislang unbescholtenen 28-Jährigen setzte es ein Jahr auf Bewährung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.