Erstellt am 13. Mai 2016, 13:17

von Gerald Burggraf

Warnung: Enterokokken im Trinkwasser von Kledering!. Das Trinkwasser in Kledering (Stadtgemeinde Schwechat) ist nur im abgekochten Zustand nutzbar.

 |  NOEN, Erwin Wodicka/BilderBox.com
Im Trinkwasser der Schwechater Katastralgemeinde Kledering wurden Enterokokken-Bakterien gefunden. Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) stieß bei einer Routine-Untersuchung auf die durchfallverursachenden Keime und informierte umgehend die Stadtgemeinde. Die Proben wurden erst vor wenigen Tagen entnommen. Bis auf Weiteres ist das Wasser nur im abgekochten Zustand als Trinkwasser nutzbar, heißt es auf der Homepage der Stadtgemeinde.
 
Zur Desinfektion des Wasserleitungsnetzes werden die Leitungen mit Chlor desinfiziert. Chlorgeruch bzw. -geschmack könnten also in den nächsten Tagen wahrnehmbar sein. Die AGES nimmt noch heute weitere Proben in Kledering und übermittelt die Ergebnisse bis Dienstag an die Gemeinde, wie die zuständige Stadträtin, Andrea Kaiser (FP), im NÖN-Gespräch erklärt. „Es wurden sofort sämtliche notwendige Maßnahmen getroffen. Das Wasser ist zudem im abgekochten Zustand völlig unbedenklich“, beruhigt sie.

Feuerwehr legt Mineralwasserlager an

Bei kurzfristigen Engpässen wurde bei der Feuerwehr ein Mineralwasserlager angelegt. „Das Wasser ist bereits geordert und kann dann bei im Feuerwehrhaus abgeholt werden. Ist jemand nicht mobil, bringt die Feuerwehr das Wasser auch gerne zu Ihnen nach Hause“, erläutert Kaiser. Zum Duschen oder Waschen ist das Klederinger Wasser weiterhin geeignet.
 
Wie es zur Verunreinigung kam, ist noch nicht geklärt. So könnte die Ursache am Leitungsnetz liegen, aber auch die Entnahmestelle der erste Probe schlichtweg kontaminiert gewesen sein – daher die neuerlichen Analysen. Vorsichtshalber wurde übrigens die Wasserversorgung über das stadteigene Wasserwerk in Mannswörth gekappt. Gleichzeitig wird Kledering bis zur Klärung der Bakterienverseuchung mit Wiener Wasser versorgt. Die Infrastruktur liegt aus der Vergangenheit bereit. Dennoch muss das Wasser unbedingt abgekocht werden, da die Verunreinigung auch im Klederinger Leitungsnetz ihren Ausgang haben könnte.