Erstellt am 18. Januar 2016, 12:12

Winter in der Feuchten Ebene. Der Naturschutzbund NÖ wirbt dafür, dass die oft nur Wissenschaftlern und Naturschützern bekannten Schätze der Feuchten Ebene mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung finden.

Das Herrngras liegt östlich der Brunnlust an der Gemeindegrenze zu Mitterndorf an der Fischa. Das Quelltopffoto stammt direkt von der Gemeindegrenze und liegt sozusagen in beiden Gemeinden.  |  NOEN, Naturschutzbund
Die Feuchte Ebene reicht von Ebreichsdorf über Moosbrunn, Mitterndorf, Gramatneusiedl,  Himberg, Wienerherberg bis nach Fischamend.

Der Landschaftsname ist zutreffend, denn manchmal stehen weite Flächen unter Wasser. Die unter dem Schotterkegel des Steinfeldes liegenden Tonschichten sind in dieser Gegend nur von einer dünnen Lage Terrassenschotter überdeckt; das Wasser tritt somit leicht an die Oberfläche. Deshalb findet man hier Quellen, grundwasserführende Bäche, Niedermoore.

Nur an wenigen Stellen tritt das ganze Jahr über Wasser an die Oberfläche. Am auffälligsten geschieht dies beim sogenannten “Kebrunn”. Das ist ein Quelltopf, der einige Meter tief sein kann. „Dort sieht man, wie das Wasser hervorquillt und den Schlamm aufwirbelt. Sogar bei wochenlangen Minusgraden frieren diese Gewässer nicht zu, da das austretende Wasser das Jahr über eine fast gleich bleibende Temperatur aufweist,“ erklärt Norbert Sauberer vom Naturschutzbund NÖ.

Der Leiter der Naturschutzbundgruppe RG Feuchte Ebene-Thermenlinie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem ökologischen Zustand des Gebietes.  

Kontakt www.noe-naturschutzbund.at