Erstellt am 31. März 2016, 05:14

von Susanne Müller

"Wir sehen, was sich in Bruck nicht tut". Eine Bruckerin beklagt sich über das Erscheinungsbild der Stadt. Stadtchef Richard Hemmer verweist auf engen Kostenrahmen.

Die Rabatten am Hauptplatz machen tatsächlich keinen besonders liebevoll gepflegten Eindruck. Auf bruck.NÖN.at können Sie abstimmen: Braucht Bruck mehr Blumenschmuck?  |  NOEN, Müller

"In anderen Gemeinden sieht man um diese Jahreszeit schon eine herrliche Blütenpracht. Und bei uns? In Bruck schaut es furchtbar aus“, ärgert sich eine Bruckerin über das Stadtbild, das ihrer Ansicht nach stark zu wünschen übrig lasse.

„Ich will nicht die Gemeinde anschwärzen"

Schon seit Jahren liege sie der Gemeindeführung deshalb in den Ohren. Passiert sei aber nichts. „Ich will nicht die Gemeinde anschwärzen, ich möchte nur die Missstände aufzeigen“, so die Pensionistin, die auf ihren Spaziergängen durch die Stadt auf zahlreiche Stellen stößt, die eine Behübschung vertragen könnten. „Die Vierecke am Hauptplatz neben der Kirche – dort befanden sich einmal Bäume. Jetzt wird gar nichts mehr eingepflanzt“, nennt sie ein Beispiel. In der Fußgängerzone würde in den Baumscheiben überhaupt nur das Unkraut wuchern.

Und auch die restlichen Bäume am Hauptplatz seien entfernt und nicht wieder nachgesetzt worden. „Dort müssten aber erst die Baumscheiben vergrößert werden, sonst wächst da natürlich nichts“, so die verärgerte Bruckerin. Aber auch andere Verschönerungsmaßnahmen wären hilfreich. Es gebe schließlich auch viele Pflanzen, die wenig Pflege bräuchten. „Die Bauhof-Mitarbeiter hätten sicher noch Kapazitäten“, meint die Bruckerin. Der Aufwand wäre es jedenfalls wert. Denn wenn Gäste nach Bruck kommen, sei das derzeit kein guter Eindruck, den sie von der Stadt bekämen. „Und wir sind immerhin Bezirkshauptstadt“, führt die Bruckerin im NÖN-Gespräch ins Treffen. „Ich habe jetzt wirklich schon genug“, macht sie ihrem Ärger Luft.

„Wir sind gerade dabei, den Hauptplatz herzurichten"

SP-Bürgermeister Richard Hemmer betont: „Wir sind gerade dabei, den Hauptplatz herzurichten. Es ist schließlich gerade erst wärmer geworden.“ Besonders im 777. Jubiläumsjahr wolle man die Stadt freilich herausputzen. Entsprechender Blumenschmuck inklusive. Dennoch, so Hemmer: „Man muss es sich leisten können und es muss auch arbeitstechnisch machbar sein.“ Die Bauhof-Mitarbeiter seien „fleißig und bemüht. Sie tun ihr Bestes im Rahmen der Möglichkeiten“, betont Hemmer. „Mit zehn bis fünfzehn Mitarbeitern mehr am Bauhof wäre mehr Blumenschmuck kein Problem.“ Als Gemeinde sei man aber eben auch angehalten, möglichst sparsam zu wirtschaften.