Erstellt am 22. Januar 2016, 05:43

von Benjamin Mühlbacher

Zeitzeugen erzählen. „Verschüttet, versteckt, verschickt“ / Adalbert Melichar veröffentlicht beeindruckende Studie der Nachkriegszeit in Niederösterreich. FISCHAMEND / Das neue Werk von Adalbert Melichar ist fertiggestellt und trägt den Titel „Verschüttet,

Adalbert Melichar mit einem Druckfrischen Buch. Ofiziell wird es am 17. Februar präsentiert.  |  NOEN, Foto: Melichar

Das neue Werk von Adalbert Melichar ist fertiggestellt und trägt den Titel „Verschüttet, versteckt, verschickt - Die Generation Umbruch erinnert sich.“ Im Rahmen dieses neuen Buches kommen insgesamt 49 Zeitzeugen zu Wort, die ihre Geschichten aus der russischen Zone in Niederösterreich und die Zeit während der russischen Besatzung eindrucksvoll dokumentieren. Präsentiert wird das Buch am 17. Februar in Fischamend, ein genauer Ort steht noch nicht fest.

Im Gespräch mit der NÖN zeigte sich Autor Adalbert Melichar stolz darauf, „viele Originalbilder bekommen zu haben von Kindern, die wegen Hunger und Unterernährung ins Ausland geschickt worden sind und ihre Erinnerungen erzählt haben.“

Müttergeneration sollte Sprachrohr erhalten

Eine seiner Triebfedern das Buch fertigzustellen, war, dass er „die Zeit selbst erlebt hat. Und die Müttergeneration in der damaligen Zeit sehr zu leiden hatte.“ Sie wären in der aktuellen Diskussion viel zu wenig zu Wort gekommen, diese Lücke wolle Melichar jetzt schließen. Dabei sei er nach den Landesvierteln vorgegangen, erzählt er: „Durch meine Tätigkeit als Bibliothekar kenne ich sehr viele Menschen.

Viele konnten mich zu Zeitzeugen weiterleiten, mit denen ich mich dann getroffen habe und ich konnte fast alle dazu bewegen in alten Fotoarchiven zu stöbern und mir Bilder zur Verfügung zu stellen. Zu einem der Zeitzeugen hat Adalbert Melichar ein besonderes Verhältnis: Oberst in Ruhe Hans Klupper aus Sommerrein war Weggefährte von Melichar während seiner Zeit beim Heer.

Zu den prominentesten unter den Wortmeldungen zählen zweifellos jene von Josef Höchtl, ehemaliger Nationalratsabgeordneter der ÖVP und des ehemaligen Badener VP-Bürgermeisters August Breininger, die aus der Vergangenheit erzählten.