Erstellt am 31. Mai 2016, 06:54

von Ingrid Vogl

Abstiegssorgen werden größer. Für Amstetten II und Ardagger wird die Luft in der Landesliga langsam dünn. Hausmening feiert ersten Sieg.

Talentprobe. Daniel Chesches spielt in seinem ersten Jahr in der Landesliga bisher eine ausgezeichnete Saison. Trotzdem ist das zweite Amstettner Team abstiegsgefährdet.  |  NOEN, Ingrid Vogl

LANDESLIGA A
WAIDHOFEN - WR. NEUDORF 5:4
. Ein knappes Duell wurde erwartet – und ein knappes Duell ist es auch geworden. Klare Siege von Gregor Ramskogler, Stephan Schmutzer und Jürgen Florian brachten den Waidhofnern einen 3:3-Zwischenstand nach den Einzeln ein. Mit etwas Glück wäre auch eine Führung möglich gewesen, denn Lukas Sieghartsleitner und Simon Hinterplattner mussten sich nach hartem Kampf erst im dritten Satz geschlagen geben.

Obwohl das Einserdoppel im Champions-Tiebreak an die Gäste ging, spielten die Waidhofner den Sieg noch souverän nach Hause. „Wir haben gewusst, dass es knapp wird, aber ich war mir sicher, dass wir gewinnen“, war Lukas Sieghartsleitner vom Erfolg der Ybbstaler überzeugt. Und er rechnet sich auch für die nächste Partie gegen Tabellenführer Stockerau einiges aus. „Den könnten wir auch biegen“, gehen die Waidhofner mit Selbstvertrauen in die Begegnung.

LANDESLIGA B
HAUSMENING - TC ESV OENB 5:4.
Der erlösende erste Sieg für Aufsteiger Hausmening. „Wir haben unbedingt einen Sieg gebraucht. Hätten wir verloren, dann wäre der Abstieg schon fast fix gewesen“, war die Erleichterung bei Mannschaftsführer Alexander Gleich groß. Zu einer Führung nach den Einzeln fehlte den Gastgebern nicht viel. Stefan Krimm und Hannes Lesiak blieben für ihren stundenlangen Kampf jedoch unbelohnt und so ging es mit einem 3:3-Gleichstand in die Doppel.

Diese verliefen dann mehr als ausgeglichen, denn alle drei wurden erst im Champions-Tiebreak entschieden. Mit dem besseren Ende für die Hausherren, die ab der nächste Runde wieder mit dem Einsatz von Martin Blaha rechnen können. Gegen den nächsten Gegner, Kilb, wird aber auch er kein Wunder bewirken können. „Da haben wir keine Chance. Da ist wahrscheinlich nicht einmal ein Punkt drinnen“, rechnet sich Gleich nichts aus.

WAIDHOFEN/TH. - AMSTETTEN 1:8. Der nächste Kantersieg für Amstetten. „Wir haben nahtlos dort angeknüpft, wo wir in der Vorwoche aufgehört haben. Und das, obwohl wir ersatzgeschwächt aufgelaufen sind“, fasste Mannschaftsführer Christian Lindenhofer die Partie zusammen, in der auch er zum Schläger greifen musste.

Die Mostviertler konnten nämlich auch diesmal nicht auf Youngster Stefan Auinger zählen, dem seine Bizepsverletzung im Schlagarm weiterhin zu schaffen macht. Eine MR-Untersuchung soll nun klären, ob ein Einsatz am Wochenende möglich ist oder Auinger eventuell sogar für den Rest der Saison ausfällt.

Seine Mannschaftskollegen hatten die Partie gegen die Waldviertler jedenfalls stets im Griff und ließen auch keinen Satzgewinn der Gäste zu. „Das war ein klares Signal an die Konkurrenz, aber wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. In der Gruppe ist das kein Selbstläufer“, hat Lindenhofer das Ziel Aufstieg weiterhin im Blick. Am Samstag wartet im Lokalderby gegen St. Valentin dann der erste Prüfstein der Saison. „Sie sind Mitfavorit in der Gruppe“, erwartet Lindenhofer eine spannende Begegnung.

LANDESLIGA C
AMSTETTEN II - MUCKENDORF 4:5. Von einem Erfolgslauf kann die zweite Amstettner Mannschaft derzeit nur träumen. Hier konzentriert man sich nicht wie beim Einserteam auf den Gruppensieg, sondern kämpft als Tabellenschlusslicht gegen den Abstieg. Und gegen die Personalnot. „Wir leiden darunter, dass wir jedes Wochenende einen Spieler für die Einsermannschaft entbehren müssen. Das macht die Sache nicht leichter“, erklärt Mannschaftsführer David Sonnleitner die Probleme.

Ein 3:3 nach den Einzeln war zu wenig, um einen Sieg einzufahren. Zwei Doppel, eines davon im Champions-Tiebreak, gingen verloren und besiegelten die bittere Niederlage.

ALLHARTSBERG - KREMS 6:3. Ein Sieg, der deutlicher aussieht als er war. Vier Einzel gingen in den Entscheidungssatz, alle vier entschieden die Allhartsberger für sich. „Das war schon eine starke Leistung. Sechs Punkte nach drei Spielen, da liegen wir über dem Plan“, ist Mannschaftsführer Markus Hörndler zufrieden mit dem bisherigen Spielverlauf. Er freute sich auch darüber, dass die Schulterverletzung von Ondrej Babala ausgeheilt zu sein scheint. „Er ist wieder bei hundert Prozent“, kommentierte Hörndler den Sieg der Allhartsberger Nummer eins.

TRAISMAUER - ARDAGGER 9:0. Ardagger ist heuer vom Pech verfolgt. Nachdem mit Paul Koch die Nummer zwei des Teams bereits Anfang des Jahres ausfiel, erwischte es nun auch Elmar Ebner und Mannschaftsführer Siegfried Haber-hauer. Ebner musste wegen einer Nackenverletzung, die er sich letzte Woche gegen Purkersdorf zuzog, passen. Haberhauer war wegen einer Stirnhöhlenentzündung außer Gefecht gesetzt. Mit zwei Ersatzleuten war dann für den Abstiegskandidaten in Traismauer nichts zu holen außer einem einzigen Satzgewinn. „Auf dem Niveau sind die Ausfälle schwer zu verschmerzen“, musste Haberhauer zugeben.

BIBERBACH - PURKERSDORF 6:3. Die Gäste kamen ohne kroatische Legionäre nach Biberbach und ebneten so den Weg für einen Heimsieg. Einen wichtigen Beitrag zum Erfolg steuerte auch Georg Neudorfer bei, der zwei Matchbälle abwehrte und die Partie noch drehte. „Es war ein souveräner Sieg. Mit dem Abstieg sollten wir nun nichts mehr zu tun haben“, war Mannschaftsführer Stephan Dautinger zufrieden mit der Vorstellung seines Teams.