Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:52

von Ingrid Vogl

Das Triple ist perfekt. Nach der WM in der Türkei hält der Neuhofner Markus Helm nun in allen drei Disziplinen den österreichischen Rekord. Zudem durfte er über Platz 6 bei der WM jubeln.

 |  NOEN, Wijsmuller

Der Neuhofner Markus Helm vertrat Österreich bei der CMAS Outdoor-WM im türkischen Kas. Und das nach verpatztem Start noch höchst erfolgreich.

Nach perfekter Vorbereitung in Griechenland hatte der 32-Jährige in der Türkei seine liebe Not, sich an die Bedingungen vor Ort zu gewöhnen. „Der Salzgehalt ist unterschiedlich“, wusste Helm den Grund für seine Probleme. Schlechter als erwartet verlief dann auch der erste Bewerbstag, an dem die Disziplin Constant Weight mit Monoflosse am Programm stand.

Problemen mit dem Druckausgleich

Helm wollte seinen eigenen Rekord um einen Meter auf 86 Meter verbessern und scheiterte. Er musste den Tauchgang wegen Problemen mit dem Druckausgleich bei 82 Metern beenden. „Wenn ich noch einen Meter weiter getaucht wäre, hätte es mir wahrscheinlich das Trommelfell zerrissen“, ging Helm kein Risiko ein.

Nach der Enttäuschung machte sich beim Mostviertler zwei Tage später aber wieder Zufriedenheit breit. Grund dafür war ein plangemäßer Tauchgang in der zweiten Disziplin (Constant Weight mit zwei Flossen). Auch hier wollte Helm für einen neuen österreichischen Rekord sorgen und hier gelang er auch. Helm lieferte eine starke Performance ab und erreichte die angepeilte Tiefe von 61 Metern relativ locker.

Selbstvertrauen rechtzeitig zurückgekehrt

Das Selbstvertrauen für die dritte Disziplin (Constant Weight ohne Flossen) war rechtzeitig zurückgekehrt, denn für den letzten Wettkampftag hatte sich Helm etwas Besonderes vorgenommen. Er ging auch hier auf eine neue nationale Bestmarke los – mit dem großen Unterschied, dass er keinen eigenen Rekord verbessern wollte, sondern jenen von Jakob Galbavy. 52 Meter waren für das angepeilte Triple zu schlagen.

Der Wettkampf verlief dann mehr als spannend. Die ersten Taucher kamen allesamt nicht an ihre angegebene Weite heran und schieden aus. Helm meisterte seinen Tauchgang hingegen mit Bravour. Er kam auf 54 Meter, verbesserte den Rekord um zwei Meter und belegte zudem den ausgezeichneten sechsten Platz bei der WM. „Es ist natürlich eine ganz besondere Ehre für mich, in allen drei Disziplinen den Nationalrekord aufgestellt zu haben“, fand die Weltmeisterschaft nach dem missglückten Start noch ein perfektes Ende.