Erstellt am 11. Oktober 2016, 06:02

von Ingrid Vogl

Drei Spiele und noch kein Satzverlust. Siegen in die neue Saison. In der AVL ist man Tabellenführer, im Cup eine Runde weiter.Die Amstettner Volleyballer starteten mit drei


Der neue VCA-Außenangreifer. Fabian Kandolf feierte gegen Ex-Verein Enns sein Amstetten-Debüt. „Die Mannschaft hat viel Potenzial und ich freue mich, ein Teil davon zu sein“, erklärte er nach dem Auftakterfolg. 
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AMSTETTEN - ENNS 3:0. Fünf Tage früher als ursprünglich geplant starteten die Amstettner bereits am vergangenen Montag mit dem ORF Live-Spiel gegen Enns in die neue Saison. Unsicherheit, wie weit die Mannschaft schon ist, war auf beiden Seiten zu spüren. Beide Teams präsentierten sich mit einem neuen Trainer und einigen neuen Spielern. Mit dieser schwierigen Situation kamen die Gastgeber besser zurecht. Sie eröffneten das neue Spieljahr mit einem klaren 3:0-Erfolg.

„Die Mannschaft und ich waren sehr nervös vor der Partie. Einige Spieler sind neu in den Kader dazugekommen und durch meine Arbeit mit dem kroatischen Nationalteam konnte ich die Mannschaft erst sehr spät im Training übernehmen. Ich freue mich über den Sieg, denn jeder Trainer beginnt gerne mit einem Erfolg an einer neuen Wirkungsstätte“, war Neo-VCA-Coach Igor Simuncic mit dem Auftaktsieg zufrieden.

Trainer mit Leistung nicht ganz zufrieden

Die Leistung seiner Mannschaft begeisterte den Kroaten aber noch nicht vollends. „Der erste Satz war nicht so gut. Zu viele Servicefehler“, fasste Simuncic Durchgang Nummer eins kurz und bündig zusammen. In Führung gingen die Amstettner mit 25:20 aber trotzdem.

Danach gelang es den Gastgebern, die Fehlerquote zu senken. Der VCA kam besser ins Spiel, bei Enns stimmte abgesehen von einem stark spielenden Jason Yhost wenig zusammen. Dass Aufspieler Corey Stewart erst drei Tage zuvor zur Mannschaft gestoßen war, war dem Spiel der Oberösterreicher doch sehr deutlich anzumerken. Satz Nummer zwei ging mit 25:17 an Amstetten.

2:0-Satzführung weckte Erinnerungen an das Vorjahr

Die 2:0-Satzführung weckte bei VCA-Sportdirektor Micha Henschke Erinnerungen an das Vorjahr, hinterließ angesichts des klaren Spielverlaufes aber nur kurz ein flaues Gefühl im Magen. Dass seine Mannen auch heuer trotz klarer Führung den Ennsern noch den Sieg überlassen müssen, wiederholte sich nicht. Auch im dritten Satz war der VCA die bessere Mannschaft und ging als verdienter Sieger vom Platz. „Wir haben die Ennser vielleicht etwas stärker erwartet. Unsere eigene Leistung war solide. Es ist aber noch Luft nach oben“, zog Maximilian Landfahrer, der mit 13 Punkten zweitbester Scorer der Am-stettner war, zufrieden Bilanz.

Einen gelungenen Einstand feierten in dieser Partie auch der Ex-Ennser Fabian Kandolf und Hrvoje Zelenika, der einzige Legionär in den Reihen des VCA. Sie trugen sich mit sechs bzw. fünf Punkten in die Scorerliste ein.

AMSTETTEN - KLAGENFURT 3:0. „Wir sind sicher die Favoriten. Die Nervosität vom ersten Match sollten wir abgelegt haben“, erklärte Trainer Igor Simuncic vor dem Anpfiff zur zweiten Partie seines Teams. Ganz sah es aber nicht danach aus, denn nach einem ausgeglichenen Beginn hatten die Gäste aus Kärnten anfangs leichte Vorteile und gingen als Führende in die erste technische Auszeit. Danach waren es zwar die Amstettner, die die Akzente setzten, so richtig überzeugen konnten sie aber trotzdem nicht. „Es war ein Spiel mit vielen Fehlern von uns. Wir haben es aber selbst in der Hand und müssen uns steigern“, gab sich Thomas Tröthann, der wie schon gegen Enns zum Topscorer seiner Mannschaft avancierte, selbstkritisch.

Einige Stammspieler wuden geschont

Der VCA entschied die ersten beiden Sätze knapp für sich, erst im dritten Durchgang gelang es den Hausherren, schnell eine klare Führung herauszuspielen. So konnte man es sich auch leisten, einige Stammspieler für die Cuppartie am Tag darauf zu schonen. Coach Igor Simuncic zog nach den ersten beiden Spieltagen, die seine Mannschaft ohne Satzverlust absolvierte, eine zwiespältige Bilanz. „Mit den Erfolgen bin ich zufrieden. Die Spiele waren aber noch nicht nach meinem Wunsch. Wir machen noch zu viele Fehler“, stellte der Kroate fest.

AUSTRIAN VOLLEY CUP LEOPOLDSTADT - AMSTETTEN 0:3. „Im Volleyball gibt es normalerweise keine großen Sensationen. Wenn wir konsequent spielen, dann ist für unsere Gegner keine Überraschung möglich“, kündigte Maximilian Landfahrer im Vorfeld einen Sieg des VCA an. Wie schwer man sich gegen die Landesligisten tat, hatte Landfahrer aber nicht vorausgesehen. „Von der Erfahrung der Spieler her ist das keine Landesligatruppe. Die können durchaus in der Bundesliga mithalten“, wusste VCA-Sportdirektor Micha Henschke um die Stärke des Gegners, der einige Spieler von Ex-Bundesligist Bisamberg in seinen Reihen hat. Um diese starke Truppe zu besiegen, war die bisher beste Saisonleistung des VCA notwendig. Ein überragender Thomas Tröthann, Fabian Kriener und Jolly Joker Philip Ichovski, der für den Cup vom Spielgemeinschaftspartner hotVolleys ausgeliehen wurde, waren die Sieggaranten. Im Achtelfinale trifft der VCA am 23. Oktober auf Hausmannstätten.

ST. VALENTIN - HOTVOLLEYS 2:3. Ersatzgeschwächt, aber dennoch bärenstark starteten die Valentiner in die Partie. Eine rasche 2:0-Satzführung ließ den Gedanken an einen schnellen Sieg aufkommen, doch die hotvolleys ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und punkteten in den folgenden Sätzen immer wieder sehenswert. So stand es plötzlich 2:2. Ein an Dramatik kaum zu überbietender fünfter Satz war die Folge. Beim Spielstand von 14:10 hatten die Wiener die ersten Mätchbälle. Diesmal waren es aber die Mostviertler, die noch einmal nachlegen konnten und ihrerseits bei 15:14 auf den Spielgewinn servierten. Ebenfalls ohne Erfolg. Eine verpatzte Annahme führte letztendlich zum 20:18-Sieg für die Gäste.

Die Enttäuschung stand den Hausherren ins Gesicht geschrieben. Auch Coach Matthias Polixmair, der dem Cup einen hohen Stellenwert eingeräumt hatte, fand kritische Worte. „So überzeugend die ersten beiden Sätze waren, so schlecht waren die folgenden. Schade, das hätte ein perfektes Wochenende werden können“, trauerte er einem möglichen Sieg nach.