Erstellt am 05. April 2016, 03:34

von Ingrid Vogl

Hofer eroberte EM-Gold. Bei der Masters-Europameisterschaft in Italien schleuderte Michael Hofer (LCA Umdasch Amstetten) den Hammer auf 53,76 Meter und entschied die M45-Klasse für sich.

Europameister. Michael Hofer (Mitte) sicherte sich in Italien den EM-Titel im Hammerwurf der M45. Foto: privat  |  NOEN, privat

Einmal Bronze und viermal Silber hatte Michael Hofer auf internationaler Ebene bereits erobert. Was dem Amstettner in seiner langen Hammerwurf-Karriere noch fehlte, das war Gold. Dieses sicherte er sich am vergangenen Freitag bei der Masters-Europameisterschaft in Ancona (Italien).

Die beiden Favoriten aus Ungarn und Polen fehlten und somit war der Weg zu Gold frei für Michael Hofer. Diese Chance ließ er sich nicht entgehen. Um auf jeden Fall in die Wertung zu kommen, entschied sich der Mostviertler beim ersten Versuch für einen Sicherheitswurf.

Der Hammer landete bei 53,76 Metern. Eine Weite, die Hofer an diesem Tag nicht mehr übertreffen sollte. Aber auch eine Weite, an die keiner seiner Konkurrenten in der M45 nur annähernd herankam. „Mein Ziel, 55 Meter zu werfen, hab ich nicht ganz umgesetzt, aber knapp an die 54 Meter ist für diese Jahreszeit sehr zufriedenstellend“, erklärte Hofer, der sich die Goldmedaille mit fünf Metern Vorsprung auf den zweitplatzierten Luxemburger Tonizzo sicherte.

„Das ist der erste internationale Titel für den LCA und der Höhepunkt in meiner Sportlerlaufbahn“, kämpfte Hofer bei der Siegerehrung dann sogar mit den Tränen. „Wenn man ganz oben steht und die Hymne gespielt wird, das ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Das kann man sich nicht kaufen“, gingen bei Hofer die Emotionen hoch.

Nicht ganz so gut verlief die Europameisterschaft für Hofers Vereinskollegen Gerhard Wurzer und den für Tschechien startenden Jiri Burda. Wurzer warf den Hammer auf 44,96 Meter und belegte damit Rang 12 in der M50. Für den Einzug ins Finale fehlten eineinhalb Meter. Burda ging im Stabhochsprung an den Start, überquerte die Höhe von 3,60 Metern und belegte im stark besetzten M45-Bewerb Rang 17.