Erstellt am 16. September 2015, 18:22

Homeless Word Cup 2015 in Amstetten. Seit 2008 in Melbourne nehmen auch Frauen am Homeless Word Cup teil und hier in Amsterdam sind bereits 16 weibliche Teams dabei.

 |  NOEN, Caritas/KHS
Die Geschichten der weiblichen Fußballerinnen sind nicht weniger hart als die ihrer männlicher Kollegen: die 19-jährige Spielerin aus Wales, die mit 12 die Schule schmiss und auf der Straße landete und die Zeit hier besonders genießt, weil sie zuhause wieder obdachlos sein wird; junge Ägypterinnen, die alle zusammen in einem Shelter leben und die Einzelschicksale des amerikanischen Teams, die allesamt in ihrer Härte die anderen Frauen besonders berühren. Klarerweise entstehen im Rahmen des Turniers auch Freundschaften.

Österreich knüpft Kontakt

Die Amerikanerinnen werden aufgrund ihrer Spielweise und Offenheit innerhalb der weiblichen Teams geschätzt, bei den Herren haben die Südafrikaner und Brasilianer auch als Gegner am Feld und überhaupt enormen Spaß und Österreich knüpft im Mannschaftsquartier insbesondere mit den jungen Indern Kontakt. Der gestrige freie Nachmittag hat dem Team von Gilbert Prilasnig und Klaus Fuchs konditionell gutgetan – entspannt und selbstbewusst geht es in die Spiele gegen Kanada und Frankreich. Kanada ist zwar altersmäßig deutlich „überlegen“, aber die Herren haben keine Chance gegen die Österreicher, die es nach einem lustvollen und sehr fairen Spiel bei einem 7:2 belassen.

Vor vollem Haus gilt es dann am Centercourt mit den Franzosen im letzten Spiel des Tages eine härtere Nuss zu knacken. Auch wenn Razeq Zamiri, Alireza Razawi und Efe Aigbangbee (das schnellste Tor des heutigen Tages laut Kommentator) mit wirklich schönen Toren dem Publikum ein tolles Spiel bieten, bleibt es bis zum Schluss extrem spannend: Nachdem die Franzosen schon vor der Pause einen Vorsprung von 3:0 aufholen können, gelingt es ihnen nach der Pause mit einem glücklichen Treffer zum 6:5 aufzuschließen.

Kärtner Peter Zuser erzielte den Siegestreffer

Mehrmals scheitern sie aber am hervorragend reagierenden neunzehnjährigen Torhüter Abas Hassani. Und der Kärntner Peter Zuser, der am Beginn des heutigen Tages vollmundig verkündet hat : „Die Kanadier verspeisen wir zur Vorspeise, die Franzosen als Hauptgericht“ darf dann auch den Siegestreffer zum 7:5 erzielen. Eine leichte Kost aber waren „les bleus“ nicht.