Erstellt am 01. Dezember 2015, 05:03

von Raimund Bauer

Huber mit Überraschung. Katharina Huber aus St. Georgen am Reith sorgte mit ihren zwei Slalomläufen für positive Verwunderung. Bei ihrer Weltcuppremiere holte sich die 20-Jährige gleich Punkte.

Überraschung. Katharina Huber sorgte mit den Rängen 17 und 18 bei den Slaloms in Aspen bei ihrem Debüt für eine Überraschung.  |  NOEN, Cornelia und Paul Schmidt

„Ich kann es selber noch nicht fassen. Für mich war die Reise nach Amerika schon eine Überraschung“, freute sich Katharina Huber. Unerschrocken zeigte sich die Athletin der Sportunion Waidhofen/Ybbs. Und ihre Unbekümmertheit brachte auch die ersten Zähler in der Weltrangliste. Mit Startnummer 52 qualifizierte sich Huber beim ersten Slalomrennen, der als Ersatzlauf für den abgesagten Event in Levi (Finnland) galt, für den zweiten Durchgang.

Dabei gab es einen kurzen Schockmoment. Die Verantwortlichen sahen sich den Lauf der 20-Jährigen mehrere Male per Video an. Der Verdacht eines Einfädlers lag in der Luft. „Ich habe davon aber erst bei der Besichtigung zum zweiten Durchgang gehört, dass es Diskussionen gab“, fügte Huber hinzu. Davon nicht abgelenkt, stürzte sich die Technikerin ohne Schrecken in den zweiten Durchgang. Nach dem Motto: „Schauen wir mal, was passiert.“ Am Ende sprang der 18. Rang heraus. Nach zwei Traumläufen von Mikaela Shiffrin hatte Katharina Huber einen Rückstand von über sechs Sekunden und war hinter Katharina Truppe die zweitbeste Österreicherin. „Ich war schon sehr nervös. Auch wenn es nicht so gewirkt hat“, meinte Huber. Der positive Nebeneffekt: 13 Zähler für die Weltrangliste.

„Die Nominierung war schon eine riesengroße Überraschung. Die Rennen waren eine sensationelle Draufgabe.“ Katharina Huber über ihre ersten Weltcuppunkte

Beim zweiten Lauf am Sonntag legte die Slalom-Spezialisten aus St. Georgen am Reith noch einen drauf. Abermals mit einer hohen Startnummer (51) qualifizierte sich Katharina Huber als 17. für den zweiten Durchgang. „Es war abermals eine kleine Sensation. Ich werde es erst realisieren, wenn ich wieder zu Hause sein werde“, erklärte Huber. Auch im zweiten Durchgang zeigte sich die Debütantin unerschrocken. Engagiert ging sie in die ersten Tore und baute bei der ersten Zwischenzeit ihre Führung aus. Erst im Mittelteil verlor die 20-Jährige die Hundertstel. Im Ziel strahlte sie kurzfristig an dritter Stelle auf. Am Ende reichte es zum 17. Endrang und weiteren Zählern für die Weltrangliste. Auch den zweiten Slalomlauf sicherte sich Lokalmatadorin Mikaela Shiffrin, die mit ihrem abermaligen Traumlauf ihren fünften Sieg in Serie im Slalom feierte. Katharina Huber hingegen war glücklich wie eine Siegerin. Denn Punkte beim Debüt, mit dem hatte sie nicht gerechnet.