Erstellt am 22. September 2015, 05:57

von Ingrid Vogl

Der Topspeed fehlte noch. Beim Halbmarathon in Prag fuhr Christian Kromoser ein starkes Rennen. Mehr als Platz sieben war aufgrund eines missglückten Massensprints aber nicht drinnen.

Optimistisch. In Berlin will Kromoser in die Top Ten.  |  NOEN, Ingrid Vogl

Nach der österreichischen Meisterschaft auf der Straße in der Vorwoche, bei der Christian Kromoser körperlich ziemlich angeschlagen war, stand er am Wochenende wieder fit beim stark besetzten Halbmarathon in Prag am Start. Mit Platz sieben war der Neo-Waidhofner aber nicht zufrieden.

„Ich bin wieder fit, aber mir fehlt noch der Topspeed, weil ich in letzter Zeit einfach wenige Rennen gefahren bin und viel alleine trainiert habe“, erklärt Kromoser. In Prag fuhr der Medizinstudent ein sehr aktives Rennen und lag phasenweise nach einem erfolgreichen Break away sogar in Front. Dass der Ausreißversuch nicht von langer Dauer sein wird, war Kromoser aber klar. Ebenso, dass er sich am letzten Kilometer nach vorne orientieren muss. Beim Massensprint war der 22-Jährige dann aber nicht optimal positioniert und mehr als Platz sieben war nicht mehr drinnen.

Kromoser hatte sich mehr erwartet

„Das geht schnell im Sprint, das sind wenige Meter, aber mit dem Platz bin ich nicht zufrieden“, hatte sich der Niederösterreicher mehr erwartet. Dabei landete mit Elton de Souza sogar ein Europameister hinter ihm.

In den nächsten Tagen stehen für Christian Kromoser vor allem schnelle Einheiten am Trainingsplan, bevor es am Wochenende zum Berlin-Marathon geht. Wer dort gewinnen wird, steht für Skate-Insider bereits so gut wie fest. „Das wird eine Bart Swings-Show. Ich glaube, dass er unter 57 Minuten fahren wird, wenn es nicht regnet“, vermutet Kromoser.

Aber auch er selbst hat hochgesteckte Ziele für das Marathon-Highlight. Ein Platz unter den ersten Zehn sollte drinnen sein, hofft der Niederösterreicher. „Im Sprint ist alles möglich. Fünfter oder Vierter – das wäre der Wahnsinn, aber da sind sicher einige dabei, die da etwas dagegen haben werden“, erwartet Kromoser wieder ein starkes Starterfeld.