Erstellt am 19. Juli 2016, 04:00

von NÖN Redaktion

Duo auch bei EM vereint. Zwei Jahre war Christian Kromosers Trainingspartner Jakob Ulreich wegen Unstimmigkeiten mit dem Verband nicht im Nationalteam. Heuer starten beide bei der EM.

Die EM kann kommen. Christian Kromoser (re.) und Trainingspartner Jakob Ulreich, der nach zwei Jahren ins Nationalteam zurückkehrte, holen sich seit Mitte letzter Woche auf der Bahn in Heerde den letzten Schliff für die am Samstag beginnende Europameisterschaft.
 
 |  NOEN

Heerde in den Niederlanden ist von 23. bis 30. Juli Schauplatz der Europameisterschaft im Inlinespeedskaten. Neben Aushängeschild Vanessa Bittner steht auch der Waidhofner Christian Kromoser im rot-weiß-roten Aufgebot für diese Titelkämpfe.

Und seit letztem Mittwoch ist auch der Start von Kromosers Trainingspartner und X-Tech-Teamkollegen Jakob Ulreich fix. „Sportlich gesehen war es der einzig richtige Weg“, freut sich Kromoser über Ulreichs Nominierung und das Ende des Streits zwischen dem erfolgreichsten und stärksten Skater des Landes und dem Verband.

Dass Jakob Ulreich nach zwei Jahren wieder mit im Boot ist, hat natürlich auch Vorteile für Christian Kromoser. „Ich wäre der einzige Langdistanzler im Team gewesen. Zu zweit zu sein, ist sowohl in der Vorbereitung als auch in den Rennen besser“, betont der Mostviertler.

Um sich perfekt auf die schwierige Bahn mit den engen Kurven einstellen zu können, reiste das Duo Kromoser/Ulreich bereits Mitte letzter Woche und somit einige Tage vor dem Rest des Nationalteams nach Heerde.

Obwohl die Knieprobleme, die Christian Kromoser in den letzten Wochen quälten, mittlerweile beseitigt sind, wird er im Gegensatz zur Heim-EM im Vorjahr nicht in allen Bewerben starten, sondern sich auf den Marathon sowie die Eliminations- und Punkterennen auf der Bahn und auf der Straße konzentrieren. Und das mit ziemlich hochgesteckten Zielen. „Ich will in den ersten 15 sein“, hat sich der seit letzter Woche Ex-Heeressportler vorgenommen.

Seine bisher beste Platzierung hat Kromoser im Marathon zu verteidigen, wo er im Vorjahr Platz acht belegte. Eine Platzierung, die auch heuer möglich ist? „Im Marathon ist alles offen. Es wird auf jeden Fall leichter als im Vorjahr, weil wir diesmal zu zweit sind. Aber es ist natürlich ein Lotteriespiel, ob man in einer Ausreißergruppe drinnen ist oder nicht“, gibt Kromoser zu bedenken. Eines steht für ihn aber fest: „Der Kurs sollte mir entgegenkommen.“