Neuhofen an der Ybbs

Erstellt am 23. Mai 2017, 02:20

von Ingrid Vogl

Kromosers Tief ist überwunden. Nach zweiwöchiger Pause kehrte Christian Kromoser in alter Stärke zurück und stand in Gera am Podest.

Zurück in alter Stärke. Christian Kromoser fuhr in Gera aufs Podest.  |  Diccon Scrivens

Vor zwei Wochen zog Christian Kromoser die Notbremse. Ein körperliches Tief war der Grund, warum der Waidhofner vom Europacup in Heerde noch vor Wettkampfbeginn abreiste und eine zweiwöchige Pause einlegte. Beim Europacup in Gera kehrte der Medizinstudent am Wochenende wieder ins Wettkampfgeschehen zurück. Und wie.

„Ich habe mich die ganze Woche im Training schon sehr gut gefühlt und gespürt, dass ich wieder gute Beine habe“, fuhr Kromoser voller Optimismus und Selbstvertrauen nach Deutschland. Der Auftakt über 300 Meter verlief dann schon vielversprechend. Es folgte ein hervorragender Vorlauf über 1.000 Meter, in dem sich Kromoser nur dem deutschen Topsprinter Simon Albrecht geschlagen geben musste.

Den Einzug ins Finale verpasste Kromoser um drei Zehntelsekunden aufgrund eines Zusammenstoßes mit einem Kontrahenten. „Wenn einer von uns zurückgezogen hätte, hätten wir es vielleicht beide ins Finale geschafft“, ärgerte sich Kromoser im Nachhinein über die Aktion.

Der Ärger war aber schnell verraucht, denn beim Eliminationsrennen folgte Kromosers großer Auftritt. Um einer frühen Elimination zu entgehen, hielt sich der Mostviertler immer unter den besten Fünf, fuhr ein optimales Rennen und eroberte als Zweiter einen Podestplatz. „Man muss das Ergebnis schon ein wenig relativieren. Gera ist nicht so gut besetzt wie es die letzten Europacups waren, aber Platz zwei hat schon einen Stellenwert und zeigt, dass ich wieder voll dabei bin“, strahlte Kromoser über sein gelungenes Comeback.

Dass ihm im abschließenden Punkterennen ein Missgeschick passierte und er gleich nach dem Start stürzte, konnte die Freude über das erfolgreiche Wochenende nicht trüben. „Ich bin dadurch in der Gesamtwertung vom Podest gerutscht, aber ich bin trotzdem happy. Das Thema EM-Qualifikation ist mit Platz zwei jedenfalls auch erledigt.“