Erstellt am 25. Mai 2016, 05:54

von Ingrid Vogl

Kantersieg und Derbyniederlage. Licht und Schatten für die beiden Amstettner Teams. Waidhofen feierte ersten Sieg in der Landesliga A.

Allhartsberg im Höhenflug. Mannschaftsführer Markus Hörndler durfte mit seinem Team am Sonntag über einen unerwartet klaren 8:1-Erfolg im Derby gegen Amstetten jubeln. Den einzigen Allhartsberger Punkt gab jedoch er selbst ab.  |  NOEN, Ingrid Vogl

LANDESLIGA A
BÖHEIMKIRCHEN - WAIDHOFEN 4:5.
Jetzt sind die Waidhofner in der höchsten niederösterreichischen Spielklasse so richtig angekommen. „Wir sind überglücklich mit dem ersten Erfolg. Einen Sieg in der Landesliga A hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben. Ein großes Lob an die Mannschaft“, freute sich Mannschaftsführer Simon Schörghofer über den erfolgreichen Auftritt seines Teams.

Den Grundstein zum Sieg legten die Ybbstaler mit der 4:2-Zwischenführung nach den Einzeln. Lediglich Gregor Ramskogler, der trotz guter Leistung gegen Christian Kloimüllner keine Chance hatte, und Simon Schörghofer konnten im Einzel nicht punkten. In den Doppeln wollte man den Sieg fixieren. Darum setzten die Ybbstaler auf ein starkes Zweierdoppel, das den 5:4-Erfolg auch sicherstellte.

LANDESLIGA B
HAUSMENING - SCHEIBBS 1:8
. Gegen die starken Scheibbser gab es für die Heimmannschaft nichts zu holen. Die Partie war nach den Einzeln bereits gelaufen. Den Hausmeningern gelang nur ein einziger Satzgewinn und der ging auf das Konto von Josef Schwingshackl. Nach gewonnenem ersten Satz machte aber auch er nur noch ein Game. Für den Ehrenpunkt der Gastgeber sorgte die Doppelpaarung Alexander Gleich/ Peter Handlgruber.

Trotz der zwei klaren Niederlagen in den bisherigen zwei Spielen ist man in Hausmening von Pessimismus weit entfernt. „Momentan sind wir im Plan. Die Spiele, wo wir punkten können, kommen erst“, sieht Stefan Krimm noch keinen Grund für Beunruhigung.

AMSTETTEN - POTTENSTEIN 9:0. Nach der spielfreien ersten Runde stiegen die Amstettner erst verspätet in die Saison ein. Dies aber umso eindrucksvoller. Der Aufsteiger aus Pottenstein war für die Hausherren nämlich alles andere als ein ebenbürtiger Gegner. Ein Satzgewinn war die ganze Ausbeute der Gäste. Der verletzungsbedingte Ausfall von Stefan Auinger, der mit Problemen mit der Bizepssehne im Schlagarm kämpft, war daher locker zu verschmerzen.

Einen Landesligaeinstieg nach Maß feierte Youngster Christof Zeiler. Er verteilte im Duell der 2000er-Jahrgänge die Höchststrafe an den Slowaken Samuel Jasso. „Das war ein eindeutiges Ausrufezeichen, wo es in der heurigen Saison hingehen soll. Der Gruppensieg ist das klar gesetzte Ziel“, betonte Mannschaftsführer Christian Lindenhofer. Er gab aber auch zu: „Das war ein Kantersieg, den wir so nicht erwartet hätten.“

ST. VALENTIN - GEDERSDORF 5:4. Der zweite knappe Saisonsieg für die St. Valentiner. Obwohl sich die sieggewohnte Nummer eins der Gastgeber, Thomas Holzmann, geschlagen geben musste – er traf mit dem Slowaken Jan Stancik auf einen ehemaligen ATP 300 Spieler – waren die Chancen für die Mostviertler nach den Einzeln noch intakt. Stephan Tumphart, Simon Traxler und Johannes Prammer sorgten für einen 3:3-Zwischenstand.

Spannung bis zuletzt boten dann die Doppel. Ein gewonnenes Championstiebreak im Dreierdoppel gab letztendlich den Ausschlag zugunsten von St. Valentin. „Ich war wieder sehr zufrieden mit der Mannschaft“, freute sich Mannschaftsführer Yannik Leitner über den erneuten Erfolg.

LANDESLIGA C
ALLHARTSBERG - AMSTETTEN 8:1.
Ein unerwartet klarer Derbysieg für die Gastgeber, die von einigen Ausfällen auf Amstettner Seite profitierten. „Sie waren ersatzgeschwächt. Daher haben wir schon einen Sieg erwartet“, stellte Allhartsbergs Mannschaftsführer Markus Hörndler klar. Dass dieser so deutlich ausfiel, war aber so gar nicht nach dem Geschmack der Gäste. „Es ist viel gegen uns gelaufen. Mit einem Punkt hätten wir schon gerechnet“, gab David Sonnleitner, der Mannschaftsführer der Amstettner, enttäuscht zu.

Die ersten drei Einzel gingen klar an die Hausherren. Das Duell der beiden Mannschaftsführer brachte dann den Ehrenpunkt für die Am-stettner. Sonnleitner machte einen 2:5-Rückstand im ersten Satz wett und drehte die Partie. Mit etwas Glück hätte auch Youngster Daniel Chesches für einen Amstettner Punkt sorgen können. In einem Match mit drei Tiebreaks hatte aber Ondrey Breza das bessere Ende für sich. In den Doppeln gelang den Gästen dann kein Satzgewinn und keine Ergebnisverbesserung mehr. Sehr zur Freude der Allhartsberger. „Das war ein wichtiger Schritt im Kampf um den Klassenerhalt“, unterstrich Markus Hörndler die Wichtigkeit der Partie.

ARDAGGER - PURKERSDORF 1:8. Nachdem sie in der ersten Runde noch auf ihre beiden Kroaten verzichtet hatten, brachten die Purkersdorfer diese gegen Ardagger zum Einsatz. Zusätzlich kämpften die Hausherren noch mit Verletzungspech. Andreas Lindenhofer verletzte sich bei der Fußballmeisterschaft am Vortag und präsentierte sich alles andere als fit.

Elmar Ebner verriss sich beim Spiel das Genick und war im Doppel ebenfalls nicht mehr einsatzfähig. „Für einen Punkt hat es leider nicht gereicht. Die Luft wird dünner für uns“, denkt Mannschaftsführer Siegfried Haberhauer bereits an den möglichen Abstieg. Den Ehrenpunkt steuerte Christoph Gabriel bei.

ST. PÖLTEN - BIBERBACH 6:3. „Den geplanten Punkt haben wir geholt“, war Mannschaftsführer Stephan Dautinger mit dem Ergebnis in der Landeshauptstadt nicht unzufrieden. Dass die St. Pöltner auf den Positionen eins bis drei sehr stark besetzt sind, zeigte sich auch diesmal. Den Biberbachern gelang aber der Ausgleich und mit 3:3 noch eine gute Ausgangsposition für die Doppel. Punktezuwachs folgte da aber keiner mehr.