Erstellt am 28. September 2015, 09:21

von Ingrid Vogl

Kromoser bei Tempobolzerei in Berlin. Beim Berlin-Marathon, dem letzten Wettkampf vor der WM, landete Christian Kromoser im Massensprint auf Rang 27.

 |  NOEN, SCC Skating Berlin

Nach nur 56:49 Minuten war der Belgier Bart Swings im Ziel und stellte damit beim Berlin-Marathon einen neuen fantastischen Streckenrekord auf. Die Rekordzeit beeinflusste auch das Rennen der anderen Topskater.

Früh in Ausreißergruppe wiedergefunden

„Es war vom ersten Kilometer an reines Tempobolzen. Auf den ersten vier, fünf Kilometern hatten wir einen Schnitt von 50 km/h. Ein Begleitmotorrad ist sogar gestürzt, weil es in der Kurve zu schnell unterwegs war“, schildert Christian Kromoser.

Der Neo-Waidhofner hatte sich für den prestigeträchtigen Marathon einen Top-Ten-Platz zum Ziel gesetzt und befand sich in der Anfangsphase auch voll auf Kurs. Der 22-Jährige erwischte eine super Linie und fand sich nach wenigen Kilometern in einer 15 Mann starken Ausreißergruppe wieder.

Das eingeschlagene Tempo wurde dem Niederösterreicher aber auf Dauer zu hoch. „Es ist ein kleines Loch aufgegangen, das ich leider nicht mehr zufahren konnte und so musste ich mich ins Hauptfeld zurückfallen lassen“, erklärt Kromoser.

Im November warter nun Highlight WM

Der angepeilte absolute Topplatz war ab diesem Zeitpunkt außer Reichweite. Nun galt es im Massensprint noch eine möglichst gute Platzierung herauszuholen. Kromoser finishte letztendlich in 1:03:18 Stunden auf Platz 27.

Die Saison ist für den Medizinstudenten nach dem Marathonhighlight aber noch nicht beendet. Im Gegenteil. Mit der WM im November wartet auf Kromoser nach der Heim-EM im Juli gleich noch ein Großereignis. Um für seine erste WM-Teilnahme bestens gerüstet zu sein, wird er seine Trainingszelte bis Ende Oktober in Geisingen aufschlagen, wo sich fast alle Nationalteams Europas vorbereiten.

Konkrete Ziele hat sich Christian Kromoser für seinen WM-Auftritt nicht gesetzt. „Ich will mit meinem Rennen, das ich abgeliefert habe, zufrieden sein. Das ist wichtiger als eine bestimmte Platzierung. Dass ich nicht ganz vorne reinfahre, ist klar.“


Hintergrund:

Nach dem Berlin-Marathon, bei dem sich Christian Kromoser (Dress mit rot-weiß-roten Ärmeln) im Massensprint Platz 27 sicherte, wird der Schwerpunkt beim Trainingslager in Geisingen vor allem das Speedtraining in der Gruppe sein.

Am 8. November fliegt das österreichische Team nach Taiwan, die ersten WM-Rennen stehen am 15. November am Programm. 25 Nationen werden erwartet. Die besten Europäer, wie zum Beispiel Berlin-Sieger Bart Swings, werden jedoch fehlen. Sie sind bereits wieder am Eis im Einsatz.