Erstellt am 02. August 2016, 03:21

von Ingrid Vogl

„Nur“ Platz vier für Dreier. Titelverteidiger Oliver Dreier (SIG Harreither) belegte bei der Weltmeisterschaft in Rotterdam den undankbaren vierten Platz.

Keine Titelverteidigung. Die Enttäuschung über Platz vier bei der WM war Oliver Dreier schon beim Zieleinlauf anzusehen. Foto: privat  |  privat

Nach Rang drei bei der EM in Lissabon wollte Oliver Dreier in Rotterdam seinen WM-Titel aus dem Vorjahr wiederholen. Ein schwieriges Unterfangen, das für den Weyrer nicht zu realisieren war. Die Konkurrenz entpuppte sich diesmal als zu stark. Neben den langjährigen Kontrahenten aus Spanien – Alejandro Sanchez Palomero und Daniel Molina – zählte heuer auch der Russe Denis Kungurtcev zum Favoritenkreis. Und dieses Trio vereitelte Dreiers Titelverteidigung.

Mit mehr als drei Minuten Rückstand stieg Dreier nach 750 Metern aus dem 23,6 Grad warmen Wasser. Auf dem technisch anspruchsvollen Radkurs, bei dem pro Runde 110 Schaltmanöver notwendig waren, startete Dreier dann eine Aufholjagd. Mit jeder Runde kam der Oberösterreicher den Führenden näher, am Ende der vierten und letzten Runde fehlten 1:30 Minuten auf den Russen Kungurtcev.

Auf Rang fünf liegend ging Dreier auf die Laufstrecke, nach zweieinhalb Kilometern lag er bereits auf Medaillenkurs. Während Kungurtcev und Sanchez Palomero ihren Vorsprung in der Folge weiter ausbauten, spitzte sich das Duell um Rang drei immer mehr zu. 500 Meter vor dem Ziel erhöhte Daniel Molina das Tempo, Dreier konnte nicht folgen und musste sich mit Rang vier begnügen.

Ein Ergebnis, das den Titelverteidiger aber keineswegs zufriedenstellte. „Natürlich bin ich über das Ergebnis enttäuscht. Ich weiß nun aber, wo ich für das nächste Jahr ansetzen muss, um wieder aufs Podest zu kommen. Die Konkurrenz schläft nicht und der Paratriathlon entwickelt sich gerade sehr stark weiter. Positiv war heute, dass es für die Weltrangliste wieder viele Punkte gab“, erklärte ein sichtlich enttäuschter Oliver Dreier im Ziel.