Erstellt am 14. Juni 2016, 03:40

von NÖN Redaktion

Protest gegen „Breites“ M3. Der in der Meisterschaft führende Ungar Tibor Tájmel lässt sich den Protest gegen Breiteneders BMW 2.500 Euro kosten.

Alles reglementkonform. Patrick Breiteneder sieht der Überprüfung des plombierten M3 gelassen entgegen. »Alle meine Wettbewerbsfahrzeuge entsprachen immer dem Reglement. Auch bei diesem BMW wurden die technischen Vorschriften eingehalten.« Foto: Kovacs  |  NOEN, Kovacs
In Greinbach hatte Tibor Tájmel in der Klasse der Super Touring Cars +2000 bereits in den Vorläufen nicht die geringste Chance, an die Zeiten von Patrick Breiteneder heranzukommen. Bis zu drei Sekunden fehlten dem Ungar auf den Mostviertler.

Das strapazierte Tájmels Nervenkostüm. Er, der mit einem BMW E36 antrat, der über einen 400 PS starken Rundstreckenmotor und ein sequenzielles Getriebe verfügt, hatte das Nachsehen. Die Folge: Protest, der 250 Euro kostete, gegen den BMW M3 von Breiteneder, denn dieses Auto könne seiner Ansicht nach auf keinen Fall dem Reglement entsprechen.

Die anwesenden technischen Kommissare erteilten der Eingabe eine Absage. Der Ungar gab sich damit nicht zufrieden, legte Berufung ein und überwies sofort über Netbanking die fälligen 2.500 Euro, um in die nächste Instanz zu gehen.

Breiteneders BMW wurde nach der Veranstaltung daher sofort plombiert. Der Wagen wird von den OSK-Technikern demnächst genau unter die Lupe genommen. „Ich habe ein reines Gewissen. Im M3 steckte ein Serienmotor. Das Auto ist auf Fahrbarkeit und Zuverlässigkeit ausgerichtet“, erklärt Breiteneder.