Erstellt am 30. März 2016, 03:04

von Ingrid Vogl

Raab knackte die Schallmauer. Daniel Raab von der Sportunion Waidhofen war beim Weltcup in Vars mit 206,77 Stundenkilometern unterwegs und verfehlte den Niederösterreich-Rekord nur knapp.

Auf Rekordkurs. Daniel Raab durchbrach in Frankreich die 200 km/h-Schallmauer und erzielte mit 206,77 Stundenkilometern eine neue persönliche Höchstgeschwindigkeit. Foto: Remi Morel  |  NOEN, Remi Morel

Das österreichische Speed Ski-Team hatte seine Zelte nach dem Halt in Andorra im französischen Vars aufgeschlagen, wo die Rennläufer die schnellste Strecke im gesamten Weltcupzirkus erwartete. Dort legten die beiden Junioren im österreichischen Team – darunter Daniel Raab von der Sportunion Waidhofen – erneut mehr als nur eine Talentprobe ab.

Sowohl der Oberösterreicher Simon Leitner als auch der Niederösterreicher Daniel Raab erreichten nach tollen Fahrten persönliche Höchstgeschwindigkeiten von 207,31 bzw. 206,77 Stundenkilometern. Damit sind die beiden die ersten Junioren Österreichs, die die Schallmauer von 200 km/h überschritten haben.

„Es ist einfach ein geiles Gefühl, die Schallmauer von 200 Stundenkilometern zu durchbrechen. Es ist wirklich ein äußerst großer Unterschied, ob man jetzt 160 bis 180 km/h fährt, oder dann eben über 200. Der Körper verhält sich hier schon ganz anders und auch die Spannung muss man viel besser halten können. Umso höher die Geschwindigkeit, umso höher muss auch die Konzentration sein“, zeigte sich Raab von seiner Rekordfahrt begeistert. Den NÖ-Rekord von Mannschaftsführer Christoph Prüller verfehlte der 19-Jährige jedoch knapp. „Das macht nichts, den hole ich mir dann nächstes Jahr“, freut sich Raab bereits auf seine nächsten Einsätze.

Mannschaftsführer Prüller zeigte sich jedenfalls zufrieden mit der Vorstellung der beiden Youngsters. „Wir sind sehr stolz auf unsere Burschen, die in ihrer ersten Saison in der S1-Klasse gleich so tolle Fortschritte machen. Dass die beiden auf Anhieb über 200 km/h erreichen, durften wir nicht erwarten, aber es freut uns natürlich sehr, dass Simon und Daniel sich im Klassement mitten unter den erfahrenen Athleten klassieren konnten“, zog Prüller zufrieden Bilanz.