Erstellt am 17. November 2015, 03:48

von Ingrid Vogl

Saison wie im Traum für Jessica Pilz. Die Haagerin Jessica Pilz krönte ihre erste volle Saison mit Platz drei im Vorstieg- Gesamtweltcup. Beim Weltcupfinale in Slowenien sicherte sie sich zudem noch Rang zwei.

Starke Vorstellung. Auch beim Weltcupfinale in Kranj zeigte Jessica Pilz keine Nerven. Sie sicherte sich Rang zwei im letzten Weltcupbewerb und Platz drei im Gesamtweltcup. Foto: ÖWK/Wilhelm  |  NOEN, ÖWK/Wilhelm/Elias Holzknecht
Am Sonntag feiert Jessica Pilz ihren 19. Geburtstag. Beschenkt wurde die Haagerin aber schon eine Woche zuvor.

Silber für den letzten Vorstieg-Weltcupbewerb in Kranj und Bronze für den Gesamtweltcup waren die Präsente, die Pilz aus Slowenien mit nach Hause brachte.

Von Nervenflattern keine Spur

Obwohl es beim Weltcupfinale um sehr viel ging, kletterte Pilz zwei Tage lang im Stile eines abgebrühten Routiniers. Von Nervenflattern keine Spur.

Ex aequo auf Platz fünf mit ihren Teamkolleginnen Katharina Posch und Magdalena Röck qualifizierte sich Pilz souverän für das Halbfinale und danach auch für das Finale. Im siebenten Weltcupbewerb des Jahres stand die HAK-Schülerin somit zum siebenten Mal im Finale.

Aber auch die Belgierin Anak Verhoeven, ihre Mitstreiterin um Platz drei im Gesamtweltcup, schaffte den Finaleinzug und somit wurde die Entscheidung auf Sonntag vertagt.

„Konzentriere mich nur auf mich“

Unter Berücksichtigung des Streichresultats hatte Pilz vor dem Finale 25 Punkte Vorsprung auf die Belgierin. Das bedeutete, dass der Haagerin bereits ein achter Platz genügen würde, sofern Verhoeven im Finale nicht Platz eins oder zwei belegt. Mit derartigen Rechenspielen setzte sich Pilz aber nicht auseinander.

„Ich konzentriere mich nur auf mich und versuche das letzte Finale der Saison einfach zu genießen und so gut wie möglich zu klettern. Sachen, die ich nicht beeinflussen kann, beschäftigen mich nicht und davon will ich mich auch nicht ablenken lassen“, lautete ihre Devise.

Und damit fuhr sie gut. Mit ihrer hervorragenden Finalvorstellung übernahm Pilz die Führung und machte vorzeitig alles klar. Als Draufgabe gab es noch Platz zwei im letzten Bewerb. Diesen gewann mit der gleichen Höhe wie Pilz die Siegerin des Gesamtweltcups, Mina Markovic aus Slowenien.