Erstellt am 28. Juni 2016, 03:59

von Ingrid Vogl

Ein Herzschlagfinale um den Meistertitel. Mit dem gewonnenen Champions-Tiebreak im letzten Doppel kürte sich Aufsteiger Waidhofen noch zum Landesmeister.

Talentprobe. Youngster Johannes Prammer spielte eine gute Landesligasaison und beendete sie mit vier Siegen und drei Niederlagen. Der TC St. Valentin landete in der Tabelle auf Rang drei. Foto: Vogl  |  NOEN

HERREN LANDESLIGA A

WAIDHOFEN - KREMS 7:2. Die Waidhofner waren das Sensationsteam der Liga. Im Vorjahr erst in die Landesliga A aufgestiegen, jubelte das Team um Mannschaftsführer Simon Schörghofer am Samstag über den Landesmeistertitel. Fixiert wurde dieser mit einem überraschenden Dreipunkter gegen den direkten Konkurrenten Krems. Ausschlaggebend war ein Champions-Tiebreak im letzten Doppel.

Die Waidhofner profitierten davon, dass die Gäste ohne ihre Nummer eins ins Ybbstal kamen. Mit drei Legionären waren die Kremser aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Mit Siegen von Jan Poskocil, Daniel Kopeinigg, Gregor Ramskogler und Tobias Obenaus schufen sich die Waidhofner in den Einzeln eine hervorragende Ausgangsposition für die Doppel. Mit etwas Glück wäre sogar eine noch höhere Führung möglich gewesen. Lukas Sieghartsleitner schien aussichtslos zurückzuliegen, machte aber nach verlorenem ersten Satz einen 0:5-Rückstand im zweiten Durchgang noch wett. Belohnt wurde diese Aufholjagd aber nicht.

Ein gutes Händchen bewiesen die Waidhofner dann bei der Doppelaufstellung. Sie errieten die Paarungen der Gegner und wahrten somit die Chancen auf einen für den Landesmeistertitel notwendigen 7:2-Sieg. Letztendlich lag es am Duo Poskocil/Sieghartsleitner, das sich nach verlorenem ersten Satz ins alles entscheidende Champions-Tiebreak kämpfte. Dieses verlief zu Beginn gar nicht nach dem Geschmack der Mostviertler. Sie gerieten mit 0:3 in Rückstand, ließen sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und setzten sich noch mit 10:4 durch. „Unser Ziel vor Saisonbeginn war der Klassenerhalt. Jetzt sind wir Landesmeister. Das war eine Spitzensaison. Wir sind megahappy“, jubelte Simon Schörghofer über den unerhofften Landesmeistertitel, der den Waidhofnern im Herbst Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga beschert.

HERREN LANDESLIGA B

WEIGELSDORF - HAUSMENING 6:3. Nachdem der Klassenerhalt schon in der letzten Runde fixiert wurde, gingen die Hausmeninger befreit in diese Partie. Dass mit Stefan Krimm die Nummer eins nicht zur Verfügung stand, spielte daher keine große Rolle. „Selbst wenn er gespielt hätte, hätte das am Ergebnis nicht viel geändert“, meinte Mannschaftsführer Alexander Gleich.

Die Weigelsdorfer erwiesen sich nämlich auf den Positionen eins bis drei als unschlagbar. Vor allem der in der Saison ungeschlagene Slowake Robert Gasparetz war den Hausmeningern um mehr als eine Nummer zu groß. „Er hat keine 50 Prozent von dem gespielt, was er spielen kann“, so Gleich über seinen Gegner, der ihm nur zwei Games überließ. Eine Talentprobe gab der erst 13-jährige Jonas Gundacker ab. „Ich würde ihn sofort wieder aufstellen. Er ist ein Riesentalent“, war Mannschaftsführer Gleich zufrieden mit dem Landesligadebüt des Youngsters. Auch wenn er diesmal noch keine Punkte beisteuern konnte.

WR. NEUSTADT - AMSTETTEN 2:7. Amstetten stand bereits als fixer Aufsteiger fest. Die Partie in Wr. Neustadt war also die letzte Pflichtaufgabe für das Team von Mannschaftsführer Christian Lindenhofer. „Die letzte Spannung war nicht mehr da, aber trotzdem ist noch einmal ein Kantersieg herausgekommen“, betonte er. Nachdem Christof Zeiler aufgrund einer Erkältung nicht ganz fit war, feierte Fabian Gumpoltsberger sein Debüt in der Landesliga B, das jedoch trotz passabler Leistung nicht von Erfolg gekrönt war. Der Sieg der Amstettner war aber dennoch bereits nach den Einzeln fixiert, die Doppel wurden daher nicht mehr ausgetragen. Bereits jetzt blickt man in Amstetten der neuen Saison entgegen. „Wir haben die Liga vom ersten Spieltag an dominiert und freuen uns jetzt schon auf die Landesliga A. Da gehören wir hin, da brauchen wir uns sicher nicht verstecken“, ist Lindenhofer optimistisch für die neue Aufgabe im neuen Jahr.

POTTENSTEIN - ST. VALENTIN 1:8. Gegen den Vorletzten beendeten die St. Valentiner die Saison mit einem erwartet klaren Sieg. Lediglich Youngster Johannes Prammer musste sich im Einzel geschlagen geben. Die Doppel wurden aufgrund der Bedeutungslosigkeit nicht mehr gespielt. Mit vier Siegen und Platz drei in der Tabelle können die St. Valentiner zufrieden sein.

DAMEN LANDESLIGA A

BLINDENMARKT - MAUTERN 0:7. Im letzten Spiel mussten die bereits als Absteiger feststehenden Blindenmarkterinnen gegen Landesmeister Mautern antreten. Dass man auch hier eine hohe Niederlage einstecken musste, kam daher nicht überraschend. Die größten Chancen auf einen Sieg hatte Dagmar Heindl. Sie erspielte sich im ersten Satz ihres Einzels eine 4:2-Führung, konnte diese aber nicht in Zählbares verwandeln. Im Doppel musste sie sich an der Seite von Alzbeta Veverkova erst im Champions-Tiebreak geschlagen geben. Ein Sonnenstich hatte ihre Leistung da schon beeinträchtigt.

Trotz der sieglosen Saison zog Mannschaftsführerin Doris Kralovec eine positive Bilanz: „Es hat jeder sieben super Spiele gehabt und schlechter geworden ist in dieser Saison sicher niemand von uns.“