Erstellt am 17. August 2016, 02:32

von Ingrid Vogl

Ausee und nicht Rio. Slowenischer Profi feierte in Blindenmarkt souveränen Sieg. Victoria Schenk gewann viertes Mal in Folge.

Doch kein slowenischer Doppelsieg. Domen Dornik (re.) sicherte sich in Blindenmarkt den Sieg. Sein Landsmann Nik Kojc (li.) belegte zwar Rang zwei, wurde im Nachhinein aber disqualifiziert. Foto: Vogl  |  Ingrid Vogl

Domen Dornik und Nik Kojc hatten für 2016 ein großes Ziel: die olympischen Spiele in Rio. Daraus wurde nichts, denn die beiden Slowenen scheiterten knapp an der Qualifikation. „Ihr Trainer hat bei mir angerufen, ob sie bei uns starten können. Ich habe gesagt: Klar, wir freuen uns“, erklärt Veranstaltungsleiter Leo Hintersteiner, warum die Slowenen am vergangenen Montag beim Ausee Triathlon in Blindenmarkt am Start standen.

Und das Duo dominierte den Bewerb vom Start weg. Kojc und Dornik stiegen als Erste aus dem Wasser und kamen nach dem Radsplit als Führende gemeinsam in die Wechselzone. Auf der Laufstrecke setzte sich Dornik dann von seinem Landsmann ab und nahm ihm bis zum Ziel zwei Minuten ab. Über einen Doppelsieg durften die Slowenen letztendlich aber doch nicht jubeln.

Kojc wurde nämlich im Nachhinein aus der Wertung genommen. „Wegen einem Vergehen in der Wechselzone“, weiß Leo Hintersteiner den Grund für die Disqualifikation. Der Slowene hatte sein Rad an einer falschen Stelle aufgehängt und die dafür verhängte Zeitstrafe in der Penalty Box nicht abgesessen.

So gingen die Plätze zwei und drei an Vorjahressieger Nikolaus Wihlidal und Christoph Schöpf. Wihlidal startete beim Laufen eine Aufholjagd und machte mit der viertbesten Zeit noch einige Plätze gut. Christoph Schöpf profitierte von der schnellsten Radzeit und musste sich Wihlidal nur um elf Sekunden geschlagen geben.

Bei den Damen ging der Sieg erwartungsgemäß und zum vierten Mal in Folge an Victoria Schenk. Nach dem Schwimmen auf Rang drei, spielte sie in der Folge ihre Stärke auf dem Rad und vor allem beim Laufen aus. Sie zauberte die mit Abstand schnellste Laufzeit bei den Damen und zehntschnellste Zeit des gesamten Starterfeldes auf den Asphalt und siegte mit eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Welserin Anna Przybilla. Sie musste Schenk bereits im Vorjahr den Vortritt lassen. Rang drei ging an die schnellste Schwimmerin Sabine Schöpf.