Erstellt am 26. Juli 2016, 09:30

von NÖN Redaktion

Bruckner: „Habe mich noch nie so gequält“. Christian Bruckner kämpfte sich mit Magenkrämpfen bei der „Challenge-Roth“, der weltgrößten Triathlon-Veranstaltung auf der Langdistanz, nach neun Stunden ins Ziel.

Überwunden. Christian Bruckner kämpfte sich bei der „Challenge-Roth“ ins Ziel. Foto: privat, Werner Kerschbaummayr  |  zvg

3,86 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und abschließend nochmals einen Marathon (42,195 Kilometer). Diesen Strapazen stellte sich der Berufsfeuerwehrer Christian Bruckner bei der „Challenge-Roth“ (Deutschland). Mit hoch gesteckten Zielen ging der Ausdauersportler in Rennen. Der Weltmeistertitel bei den Firefightern sollte es werden. Doch da spielte der Körper des Florianis (Berufsfeuerwehr Linz) nicht mit.

Dabei begann das Rennen verheißungsvoll. Nach dem Schwimmen und bereits 70 gefahrenen Kilometern auf dem Rad lag der 35-Jährige sogar auf Rang zwei. „Das war Gänsehautfeeling“, freute sich Bruckner. Plötzlich auftretende Magenprobleme und Krämpfe bei Kilometer 140 zwangen den Feuerwehrmann in die Knie. „Ich war fertig mit der Welt“, gestand Bruckner

Nachdem er das Rad sowie den Helm in die nächste Mülltonne donnerte, plärrte sich der Extremsportler beim nächsten Baum aus. „Aber ich habe noch nie ein Rennen aufgegeben“, erklärte Bruckner. Und das auch nicht in Deutschland. Nach 20 Minuten schwang sich der 35-Jährige wieder aufs Rad und quälte sich nach 9:43:28 Stunden ins Ziel. „Ich habe mich nie so gequält. Mein Körper hat gestreikt, aber mein Herz wollte unbedingt“, sagte Bruckner.