Amstetten

Erstellt am 30. August 2016, 02:29

von Ingrid Vogl

Tennis-Lokalmatador war nicht zu stoppen. Felix Schüller sicherte sich zuhause seinen ersten Sieg bei einem ÖTV-Turnier. Und das ohne Satzverlust.

Heimsieg. Felix Schüller holte sich auf der Heimanlage als Ungesetzter ohne Satzverlust den Turniersieg.  |  NOEN, Vogl

Im Frühjahr kehrte Felix Schüller aus Amerika in die Heimat zurück. Mit einem Studienabschluss in der Tasche und dem Ziel, im heurigen Sommer sein erstes ÖTV-Turnier zu gewinnen.

Ein schwieriges Unterfangen, denn wegen des USA-Aufenthalts fehlte das Ranking, um als Gesetzter ins Geschehen eingreifen zu können. „Einmal musste ich sogar in die Quali“, schildert der Am-stettner.

Dass Losglück – zumindest bis zum Semifinale – und Topform gerade beim Heimturnier passten, war natürlich das Tüpfelchen auf dem i. „Der erste Sieg beim letzten Turnier, das ich für den Sommer geplant hatte, und noch dazu zu Hause, das hat mich schon sehr gefreut“, strahlte der 23-Jährige nach seinem Finaltriumph.

Zwei Top 30-Spieler in zwei Sätzen besiegt

In den ersten drei Partien gab Schüller lediglich acht Games ab und traf im Semifinale auf den topgesetzten Schwechater Kris Krawcewicz, die Nummer 26 Österreichs. Und der Lokalmatador blieb auch gegen den starken Aufschläger ohne Satzverlust. „Das war nicht zu erwarten. Gegen Krawcewicz war ich Außenseiter“, hatte Schüller seine Chancen vor dem Spiel noch mit 40:60 beziffert.

Ähnlich war die Ausgangsposition dann auch im Finale, in dem es Schüller doch etwas überraschend mit Krawcewiczs Vereinskollegen Marcel Waloch (ÖTV 30) zu tun bekam. Gerechnet hatte man eigentlich mit einem reinen Amstettner Finale. Manuel Pröll, der sich in den letzten Wochen den Turniersieg in Mondsee gesichert und zum oberösterreichischen Landesmeister gekürt hatte, musste sein Semifinale aber verletzungsbedingt w.o. geben.

Dass Schüler somit am Finaltag zwei Partien spielen musste, sein Gegner aber ausgeruht ins Finale ging, störte den Amstettner nicht. Im Gegenteil. Er sah es als Vorteil und diesen nutzte er auch. Mit 6:4 und 6:1 fixierte er seinen ersten Triumph bei einem ÖTV-Turnier.