Erstellt am 22. März 2016, 03:24

von Ingrid Vogl

VCA steht im Halbfinale. Die Amstettner gewannen auch das zweite Spiel gegen Graz, lösten damit ein Europacup-Ticket und qualifizierten sich für das AVL-Semifinale, in dem Aich/Dob als Gegner wartet.

Orange Übermacht. Die Amstettner – im Bild Maximilian Landfahrer, Karl Jurkovics und Bartlomiej Gajdek (v.l.n.r.) – ließen den Grazern im Heimspiel keine Chance und sicherten sich mit einem 3:0-Erfolg vorzeitig den Einzug ins Semifinale der AVL. Dort trifft die Truppe von Trainer Martin Kop auf Aich/Dob. Foto: Kovacs  |  NOEN, Kovacs

AMSTETTEN - GRAZ 3:0. So viele Verletzungssorgen die Saison 2015/16 auch mit sich brachte: Sie wurde letztendlich zur erfolgreichsten Saison für die Amstettner Volleyballer. Nach dem Cupsieg qualifizierte sich der VCA mit dem zweiten Sieg gegen Graz nun auch für das AVL-Halbfinale und löste als Draufgabe noch das Ticket für den Europacup in der kommenden Saison.

„Die Mannschaft ist sehr jung, da konnte man mit so einem Erfolg nicht rechnen. Ich muss schon sagen, dass ich mächtig stolz bin“, sparte VCA-Sportdirektor Micha Henschke nach dem Triumph am vergangenen Donnerstag nicht mit Lob.

Nach dem etwas glücklichen Sieg der Amstettner in Graz, lösten sie die Aufgabe in der Heimhalle nämlich mit Bravour und entschieden die best-of-three-Serie bereits vorzeitig für sich. Der VCA begann stark und spielte sich im ersten Satz bis zur ersten technischen Auszeit eine vier-Punkte-Führung heraus, die bis zum Satzende verteidigt wurde.

Nach einem klaren zweiten Satz stellten die Grazer zu Beginn des dritten Durchgangs auf mehreren Positionen um, doch die Amstettner ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Zumindest nicht bis zur Mitte des Satzes, denn da gerieten die Hausherren dann doch ein wenig außer Tritt. „Wir haben schon gedacht, dass die Partie durch ist, aber man darf in einem Play-off-Spiel nie nachlassen“, erklärte Trainer Martin Kop, der die mannschaftliche Geschlossenheit seines Teams an diesem Tag besonders hervorhob.

„Wir haben uns jetzt als Team gefunden. Das war im Grunddurchgang nicht immer so. Durch die ausgeglichenen Leistungen sind wir derzeit sehr unberechenbar für unsere Gegner. Keiner schwächelt und jeder kann punkten. Das ist ein gutes Gefühl“, ergänzte Kapitän Philip Ichovski.

Im Semifinale, das im best-of-five-Modus ausgetragen wird, treffen die Amstettner nun auf Aich/Dob. „Wir werden versuchen, ein gutes Halbfinale zu spielen und wollen Aich/Dob ein bisschen ärgern. Wir sind jetzt locker und für die eine oder andere Überraschung gut“, blickt Trainer Martin Kop der Halbfinalserie mit Optimismus entgegen. Die erste Begegnung findet bereits am Mittwoch in Kärnten statt, das erste Heimspiel gegen Aich/Dob steht dann am Freitag ab 19 Uhr am Spielplan der Amstettner.