Erstellt am 20. Oktober 2015, 04:32

Vier Punkte fehlten zum Auner Cup-Sieg. Wolfgang Brandstetter fuhr als Tages-Achter zur ÖM-Reife, Markus Rammel verfehlte den Cup-Gesamtsieg um 4 Punkte.

Erfolgreich. Markus Rammel blickt auf eine tolle Saison zurück.  |  NOEN, Anton Kovacs
Schwerer, gatschiger und durchfurchter hätte die Strecke beim Saisonfinale nicht mehr sein können. Diese Bedingungen sorgten dafür, dass die zwei Läufe zur Jugend- Meisterschaft abgesagt wurden. Spannender, dramatischer und nervenaufreibender hätte ein Regisseur die zwei Rennen in der MX2-Klasse des Auner-Cups nicht gestalten können.

Markus Rammel fehlten auf den Führenden Alex Vesely 15, auf den Zweitplatzierten Lukas Hirsch 14 Punkte. Der Seitenstettner wusste um seine Stärke bei den extremen Streckenverhältnissen, startete unbekümmert, aber voll motiviert in den ersten Lauf, kam als Zweiter weg, übernahm in der vierten Runde die Führung, die er bis ins Ziel nicht mehr abgab. Vesely kam als Fünfter an. Sein Vorsprung auf Rammel schmolz auf sechs Punkte. Für Lukas Hirsch war das Rennen nach vier Runden zu Ende. Null Punkte.

In der Pause liefen die Rechner der Handys heiß. Alle Möglichkeiten für den entscheidenden Durchgang wurden alle nur möglichen Varianten errechnet. Fazit: Nur der persönliche Einsatz führt zum Erfolg.
Ein Herzschlagfinale mit knappem Ausgang

Was war das für ein Aufschrei, als Markus Rammel nach dem Start stürzte. Ist vorzeitig alles entschieden? Ganz und gar nicht. Markus kam bei der 125er Yamaha sofort in den Sattel und blies zum Angriff. Er setzte zu sehenswerten, erfolgreichen Überholmanövern an, fuhr mit 2:14.523 Minuten die absolut schnellste Runde im Feld, überholte sogar Alex Vesely und kam drei Sekunden hinter Florian Herzog als Dritter ins Ziel.

Ein Platz zu wenig, um den Gesamtführenden vom Thron zu stoßen. Eine super Leistung des Seitenstettners, der seine beste Saison fuhr und sich mit zwei Vize-Titeln aus dem Cup verabschiedete.

Mit dem achten Platz in der Tageswertung erlangte Wolfgang Brandstetter die „Meisterschaftsreife“. „Ich bin mit der Strecke und den Bedingungen überhaupt nicht zurechtgekommen,“ urteilte Brandstetter über sich selbst.

Im ersten Rennen löste sich der Handgriff beim Lenker. So gehandicapt, war er froh zumindest als 13. in die Wertung zu kommen. „Im zweiten Lauf war ich vom Beginn an dabei, habe aber in der Folge zu viele Fehler gemacht und bin dreimal gestürzt. Das war dreimal zu viel. Die Freude, dass ich im nächsten Jahr in der Meisterschaft fahre, überstrahlt den Finaltag. In mir steckt schon wieder die Motivation für die weiteren Herausforderungen.“

Nicht geklappt hat es bei Paul Rammel. Nach der Qualifikation, die er als Sechster, einen Platz hinter seinem Bruder, abschloss, war er recht zuversichtlich. Die Zuversicht wurde von der Enttäuschung bereite beim Start zum ersten Rennen abgelöst. Die Kupplung spielte nicht mehr mit. Das war es dann.