Wallsee-Sindelburg

Erstellt am 18. Juli 2017, 02:41

von Ingrid Vogl

Mostiman: Favoriten setzten sich wieder durch. Nikolaus Wihlidal und Yvonne Van Vlerken gewannen erneut in Wallsee. Victoria Schenk beim Comeback auf Platz drei.

Führung übernommen. Organisator Bernhard Keller (Hintergrund) beobachtete vom Moped aus, wie Nikolaus Wihlidal (vorne) sich von Per Bittner absetzte.  |  Vogl

Nach dem Regen am Samstag präsentierte sich das Gelände rund um den Wallseer Donau-Altarm am Sonntag beim Mostiman über die olympische Distanz wieder von seiner prachtvollen Seite. Bei Sonne und perfekten Wettkampftemperaturen stand guten Leistungen und spannenden Entscheidungen nichts mehr im Wege.

Bei den Herren kristallisierte sich sehr schnell ein Zweikampf zwischen Vorjahressieger Nikolaus Wihlidal und dem Deutschen Per Bittner heraus. Bittner absolvierte den Schwimmsplit am schnellsten und wechselte auch noch als Führender auf die Laufstrecke.

Der beste Schwimmer. Per Bittner stieg als erster Athlet aus dem Wasser und verteidigte seine Spitzenposition auch auf dem Rad. Auf der Laufstrecke hatte der Deutsche gegen Vorjahressieger Nikolaus Wihlidal aber keine Chance mehr.  |  Vogl

Wihlidal verlor im Wasser fast eine Minute auf den Deutschen und konnte auch am Rad nur wenige Sekunden gutmachen. „Es war klar, dass Per stark am Rad und auch schwimmerisch vor mir sein wird. Ich habe gehofft, dass der Rückstand vor dem Laufen nicht zu groß sein wird“, erklärte Wihlidal. Und Bittners Vorsprung war nicht zu groß.

Wihlidal kam dem Deutschen von Kilometer zu Kilometer näher, setzte sich Mitte der zweiten von drei Runden an die Spitze und lief einem letztendlich ungefährdeten Sieg entgegen. „Ich wusste, dass von hinten die schnellen Lauf-Jungs kommen. Die ersten zwei Runden konnte ich mich noch halbwegs retten, aber der bessere Läufer hat gewonnen“, gab sich Bittner als fairer Verlierer.

„Ich bin mittlerweile auf der langen Strecke zu Hause, deshalb bin ich mit dem Rennen zufrieden“, erklärte der Deutsche, der in der Vorwoche bei der Challenge Roth am Start war. Ein schneller Läufer komplettierte das Siegespodest bei den Herren. Stefan Hehenwarter sicherte sich mit der schnellsten Laufzeit aller Teilnehmer wieder einmal Platz drei in Wallsee. „Irgendwann wird es Zeit, dass ich hier auch gewinne“, scherzte der Jüngste des Spitzentrios im Ziel.

Van Vlerken bei den Damen konkurrenzlos

Ein Sieg in Wallsee: Was Per Bittner nicht gelang, das schaffte seine Lebensgefährtin Yvonne Van Vlerken mit Bravour. Die Holländerin überraschte mit einer starken Schwimmzeit und fuhr der Konkurrenz rund um Simone Fürnkranz am Rad dann auf und davon. Der Vorsprung reichte beim Laufen für einen souveränen Sieg.

„Ich konnte beim Schwimmen mit Simone mithalten. Früher hat sie mir immer eine Packung gegeben und ich musste am Rad Gas geben, um sie zu holen“, freute sich Van Vlerken über ihren guten Schwimmsplit. Fürnkranz war mit ihrem Wettkampf auch zufrieden. „Mein Traumziel war der zweite Platz. Dass ich Yvonne nicht schlage, war mir im Vorhinein bewusst“, erklärte die Niederösterreicherin.

Für eine andere Niederösterreicherin, nämlich Victoria Schenk, war der Mostiman heuer ein ganz besonderer Wettkampf. Der Heimtriathlon war ihr Comeback und ihre erste Standortbestimmung nach mehrmonatiger Verletzungspause. Dementsprechend nervös stand die Athletin der Sportunion Waidhofen am Start. „Ich habe nicht gewusst, wo ich im Vergleich zu den anderen stehe. Ich habe nur gewusst, dass ich gut trainiert habe“, fasste Schenk den Grund für ihre Nervosität in Worte.

Trotz der langen Zwangspause gelang Schenk ein perfekter Wettkampf. Der Rückstand nach dem Schwimmen, ihrer schwächsten Disziplin, hielt sich in Grenzen. Am Rad machte sie Zeit gut und bei ihrer Paradedisziplin, dem Laufen, witterte sie noch die Chance auf einen Podestplatz. Was mit der zweitbesten Laufzeit bei den Damen auch gelang. „Ein super Einstieg. Der Belastungstest ist bestanden“, zog Schenk zufrieden Bilanz.