Erstellt am 01. März 2016, 00:19

von Ingrid Vogl

Zwei Siege zum Auftakt. Die Amstetten Falcons starteten mit zwei Siegen ins Obere Play-off. Heimkehrer Jürgen Brandner erwies sich gegen Vorchdorf und Steyr als die erwartete Verstärkung.

Voller Einsatz. Jürgen Brandner (Mitte) feierte in der Partie gegen Vorchdorf ein gelungenes Comeback im Falcons-Dress.  |  NOEN, Kovacs

AMSTETTEN - VORCHDORF 64:60.

Während die anderen Teams bereits zwei bis drei Runden hinter sich haben, starteten die Falcons erst am vergangenen Freitag ins Obere Play-off. Die lange Pause machte sich – zumindest anfangs – nicht bemerkbar.

Nach einer ausgeglichenen ersten Minute liefen die in der heurigen Saison noch ungeschlagenen Amstettner danach zur gewohnten Form auf und überliefen die Gäste förmlich mit ihrem Fast-Break-Spiel. Die Präsenz von Heimkehrer Jürgen Brandner trug dazu einiges bei. Er verteidigte den bulligen Big Man der Vorchdorfer hervorragend und konnte auch offensiv punkten. Durch die energievolle Verteidigung der Youngsters Prandstätter und Co führte man zur Halbzeit gegen die direkten Konkurrenten um das Halbfinale mit satten 18 Punkten Vorsprung.

Diese hohe Führung wurde in der zweiten Halbzeit dann fast noch aus der Hand gegeben. Die Falcons verteidigten lasch und man merkte das berufsbedingte Fehlen von Verteidiger Amil Klisura. Offensiv fanden die Falcons keinen Rhythmus mehr und die Wurfquote ging in den Keller. Coach Rene Bremböck vertraute zu diesem Zeitpunkt trotzdem auf die zweite Fünf, um diese weiterhin Erfahrung sammeln zu lassen.

Die Gäste verwandelten in dieser Phase ihre Würfe konstant und kamen Punkt um Punkt zum Ausgleich von 58:58. In den letzten beiden Minuten gelang es den Falcons dank zahlreicher Offensive-Rebounds von Glantschnig und Rülling und besserer Exekution der Spielsysteme wieder vermehrt zu scoren. Man verwandelte auch die Freiwürfe und so beendeten die Falcons die Partie mit einem knappen Sieg. „Wir sind heute noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Wir werden aus diesem Spiel aber sicherlich lernen“, erklärte Trainer Rene Bremböck.

AMSTETTEN - STEYR 71:61.

Die Möglichkeit, das Gelernte umzusetzen, bekamen die Falcons bereits am Sonntag in der Partie gegen den BBC Steyr. Die Gastgeber dominierten vom Anpfiff weg und Coach Rene Bremböck setzte von Beginn an auf hohe Rotation. „Wir haben das Tempo hoch gehalten und waren stark am Offensive-Rebound“, fasste Jasmin Marevac den Beginn der Partie zusammen. Nicht zufrieden war man mit der Wurfquote.

Trotzdem erarbeiteten sich die Falcons eine solide Führung und gingen beim Stand von 61:43 in letzte Viertel. „Da haben wir dann etwas nachlässig agiert und sind in der Verteidigung geschwommen“, gab Marevac zu. Dass die Amstettner das zweite Spiel in drei Tagen absolvieren, machte sich in der Endphase ebenfalls bemerkbar. Die Starting Five setzte der Partie aber trotzdem ein solides Ende und prolongierte die Amstettner Siegesserie.

Eine Doppelbelastung kommt auf die Falcons auch am Wochenende zu. Auch diesmal hat die Truppe von Trainer Rene Bremböck zwei Spiele zu bestreiten. Am Samstag heißt der Gegner Lui Linz, am Sonntag bekommen es die Amstettner mit den Young Devils aus Linz zu tun. Beide Partien gehen auswärts über die Bühne.