Erstellt am 12. Januar 2016, 05:53

Bitteres Cup-Aus. Traiskirchens Basketballer verpassen nach ganz schwacher Leistung gegen Wels den Einzug ins Cup-Final-Foul.

Donatas Tarolis war der einzige Löwe, der Offensiv zu seinem Spiel fand. Der Litauer erzielte gegen Wels 22 Punkte.  |  NOEN, Foto: Pröll
Es war alles angerichtet: Nach dem Sensationssieg gegen den Cup-Titelverteidiger und amtierenden Meister Güssing im Achtelfinale, hatten es die Lions am Dreikönigstag selbst in der Hand. Vor eigenem Publikum hätte die erste Final-Four-Teilnahme seit sechs Jahren fixiert werden können.

Daraus wurde aber nichts. Der WBC Wels entpuppte sich als die erwartet harte Nuss. „Sie waren aber nicht außergewöhnlich gut, wir waren außergewöhnlich schlecht“, ärgert sich Lions-Boss Helmut Niederhofer. Vor allem in der Offensive - nur 60 Punkte brachte die Lucic-Truppe zustande.

Dabei begann alles nach Plan, Traiskirchen überlief die Gäste aus Oberösterreich im ersten Viertel förmlich, führte 21:9, ehe der Faden riss. „Je länger das Spiel dauerte, umso müder wirkten wir“, analysiert Vladimir Lucic. Wie schon gegen Güssing musste der Serbe wieder auf „Energizer“ Flo Trmal verzichten. „Das ist in so einem Spiel natürlich ein herber Verlust. Das geht vielleicht einmal gut, aber nicht auf dauer“, so Lucic.

Vor allem nicht, wenn die Wurfausbeute so mies ist, wie gegen Wels. Nur 33 Prozent der Würfe fielen, von Außen überhaupt war die Ausbeute (5 von 29) noch mieser. Der WBC traf etwas besser, übernahm in der zweiten Halbzeit die Führung und gab diese nicht mehr her. Schlussendlich siegte das Team von Mike Coffin 72:60. „Wir haben eine große Chance vergeben“, ist Lucic enttäuscht, blickt jedoch gleich nach vorne: „Die Saison dauert noch sehrlange. Wir wollen in den Play Offs zurückschlagen.“