Erstellt am 21. September 2015, 08:44

von Alexander Wastl

Djuricin fordert „alten Kameraden“. Ebreichsdorf trifft auf Wiener Neustadt. Mit dem Neustadt-Coach absolvierte Trainer Djuricin den Wehrdienst.

Vorfreude. Ebreichsdorf-Coach Goran Djuricin freut sich auf das Wiedersehen mit seinem alten Bekannten, Günter Kreissl. Wastl  |  NOEN

Habt acht! Zwei Worte die Wiener Neustadt Coach Günter Kreissl und Ebreichsdorf Trainer Goran Djuricin miteinander verbinden. Schließlich waren die Beiden zusammen im Grundwehrdienst.

„Ein ehrlicher, intelligenter Mensch“, schätzt Djuricin sein Gegenüber beim Dienstag-Spiel sehr, „wir haben ein gutes Verhältnis, schätzen uns.“ Für Kreissl ist Djuricin „ein Fußballverrückter.“ Schon kurz nach der Auslosung warnte der Trainer des Erstligisten vor dem Los Ebreichsdorf: „Jede Mannschaft die Goran Djuricin trainiert, ist gefährlich.“

Neben dem grünen Gewand streiften sich die Trainer-Kollegen auch gemeinsam das violette Trikot über. Zu Profi-Zeiten spielten „Gogo“ und Kreissl gemeinsam bei der Austria. Während es für Djuricin und seine Ebreichsdorfer derzeit gut läuft, kämpft Wiener Neustadt gegen den Abstieg.

Ebreichsdorf möchte Heimstärke ausspielen

Die Favoritenrolle sieht Djuricin aber trotzdem beim Erst-Ligisten: „Man muss die Kirche im Dorf lassen. Das sind Profis und spielen eine Liga höher. Was Stellungsspiel und Fitness betrifft, gibt es da schon noch Unterschiede.“ Djuricin hofft aber, diese Unterschiede am morgigen Dienstag „nicht zur Geltung kommen zu lassen.“

Einen Masterplan, um Wiener Neustadt zu knacken, hat Djuricin schon parat – verraten wird dieser naturgemäß nicht. Eine gehörige Rolle wird aber Goalgetter Christoph Monschein und dessen Schnelligkeit einnehmen. Einen Stürmer wie Monschein könnte wohl auch Kreissl dieser Tage in der ersten Liga gut gebrauchen.

Der 22-Jährige bleibt aber ebenfalls am Boden: „Wir sind aufjedenfall der Außenseiter, Wiener Neustadt hat letztes Jahr noch Bundesliga gespielt.“ Darin sieht Monschein aber auch einen möglichen Vorteil: „Wir haben keinen Druck und wollen uns nicht verstecken. Zu Hause zu spielen ist ein großer Pluspunkt.“