Erstellt am 29. Dezember 2015, 05:03

von Wolfgang Wallner

Fit für „Vaterrolle“. Goalie Thomas Bauer ist beim Camp des Nationalteams der „Papa“ für die Neulinge – und heiß auf die WM-Quali in der Südstadt

Der Badener Thomas Bauer (links) nimmt für Tobias Wagner und seine jüngeren Kollegen im Handballteam der »Papa-Rolle« ein.  |  NOEN, APA/Pfarrhofer
„Zum ersten Mal bin ich der Älteste im Team, da muss ich ein bisserl in die Papa-Rolle schlüpfen!“ Handball-Torhüter Thomas Bauer ist beim Camp des Nationalteams in der Südstadt nicht nur als Keeper gefragt, sondern auch als Senior des Teams. Weil Schaffhausen-Legionär Nikola Marinkovic (38) erst in der zweiten Jännerwoche zur Mannschaft stößt, kümmert sich der 29-jährige Badener ein wenig um die Rookies im Aufgebot von Teamchef Patrekur Johannesson. „Da geht‘s um Tischregeln, um Pünktlichkeit.“

Zu Beginn des neuen Jahres geht‘s dann um alles. Denn für Österreich startet die heiße Phase in der WM-Qualifikation. Mit zwei Siegen zum Auftakt haben die Austro-Handballer schon mal den Grundstein gelegt. Am 6. Jänner treffen Bauer & Co. in Triest auf Italien, drei Tage später steigt in der Südstadt das Rückspiel. Zwei Siege sind praktisch Pflicht, ehe das vorentscheidende Auswärtsspiel gegen Rumänien wartet. Zum Abschluss der Qualifikation sind am 17. Jänner die noch punktelosen Finnen in der Südstadt zu Gast.

Für das große Ziel überlassen die Österreicher nichts dem Zufall. Bei einem beinharten Vorbereitungscamp wurde den Spielern nichts geschenkt. „Es ist mit Sicherheit der härteste Lehrgang, den wir je hatten“, stöhnt Frankreich-Legionär Bauer, „fünf Stunden Training, davon fast nur Kraft und Ausdauer, das geht wirklich rein. Aber ich glaube, dass wir das definitiv brauchen, um uns weiterentwickeln zu können.“