Erstellt am 13. Oktober 2015, 05:32

Freiwürfe kosten Sieg. Die Arkadia Traiskirchen Lions dominieren in Gmunden lange, scheitern aber an sich selbst.

Altstar Tilo Klette (r.) war Traiskirchens Sargnagel, rettete sein Team mit dem »Buzzer« in die Verlängerung.  |  NOEN, Foto: pictorial/Kienesberger
Lange hat es nach dem dritten Sieg in Folge ausgeschaut, am Ende stehen die Lions aber mit leeren Händen da. In Gmunden mussten sich die Traiskirchner in der Verlängerung mit 72:75 geschlagen geben.
„Eine komplett unnötige Niederlage. Wir hatten das Spiel komplett im Griff und haben dann leider aus dem Nichts den Faden verloren“, erklärt Manager Helmut Niederhofer.

Und tatsächlich lag das Team von Franz Zderadicka kurz vor Ende des dritten Viertels mit neun Punkten in Front. Doch plötzlich ging vorne nichts mehr und die Swans trafen aus allen Lagen. Doch Traiskirchen rappelte sich noch einmal auf und sah beim Stand von 67:65 schon wie der sichere Sieger aus. Doch Tilo Klette rettete die Oberösterreicher mit der Schlusssirene in die Verlängerung - wo die Schwäne dann den längeren Atem hatten und von der Linie sicher blieben.

Lions trafen nur 9 von 20 Freiwürfe

Niederhofer: „Wir sind hier nur an uns selbst gescheitert.“ Das beweist auch die mehr als dürftige Wurfquote. Bei 21 Versuchen fanden nur drei Dreier den Weg ins Ziel. Noch drastischer die Ausbeute vom Freiwurf: neun von zwanzig, unter fünfzig Prozent. „Die leichten Punkte so liegen lassen, das darf nicht passieren“, ist Niederhofer verärgert.

Für Gmunden war es der erste Saisonsieg in der laufenden Meisterschaft. Dass die Oberösterreicher aber das Potenzial für viel mehr haben, ist auch Niederhofer klar. „Sie sind nicht so schlecht, wie die Tabelle zeigt. Aber das Spiel dürfen wir trotzdem nicht verlieren!“