Baden

Erstellt am 17. August 2016, 05:32

von Alexander Wastl

Starkes Martirosjan Debüt bei Olympia. Ex-BAC-Heber Sargis Martirosjan ging erstmals für Österreich an den Start, erzielte eine Bestleistung und holte Platz elf.

Grund zur Freude. Sargis Martirosjan feierte in Rio de Janeiro ein erfolgreiches Olympia-Debüt für Österreich.    |  NOEN, Apa/Techt

Es war ein langer Weg für Sargis Martirosjan: 2005 nach Österreich geflüchtet, kämpfte der Armenier zunächst um Bleiberecht und Einbürgerung, eher er für Österreich auf Medaillenjagd gehen konnte.

In London 2012 durfte der Ex-BAC-Heber, damals noch in der Bundesliga, aufgrund der fehlenden Staatsbürgerschaft noch nicht starten – in Rio war es endlich soweit. Der 29-Jährige konnte bei seinem Olympia-Debüt für Österreich gleich neue persönliche Bestleistungen aufstellen. In der Gruppe B landete Martirosjan mit 179 Kg Reißen und 210 Kg Stoßen auf Platz drei. Die Leistung im Stoßen sowie die 389 Kg im Zweikampf waren dabei neue Rekorde für Martirosjan. Das motiviert den Wahlbadener gleich besonders für künftige Aufgaben: „Ich habe vor, dass ich bis Tokio weitermache. Ich werde 30, aber ich stoße noch immer Bestleistungen. Warum soll ich aufhören?“ In der Gesamtabrechnung beider Gruppe wurde Martirosjan Elfter, Gold holte der Usbeke Ruslan Norodinow. „Es war ein super Gefühl, dass ich Österreich hier repräsentieren darf, meine neue Heimat“, zeigte sich der SK-Vöest-Heber zufrieden.